Zeitreise: Die Geschichte der Öffi-Pläne

Das Öffi-Netz der Wiener Linien blickt auf eine lange Geschichte zurück. Um sich als Fahrgast orientieren zu können, waren gut durchdachte Öffi-Pläne schon immer wesentlich, um ans richtige Ziel zu kommen!

Wir nehmen euch heute mit auf eine Zeitreise, damit ihr seht wie sich unsere Öffi-Pläne im Laufe der Jahrzehnte verändert haben, und warum sie heute so aussehen, wie sie aussehen. Tauch ein in die Welt der Öffi-Pläne!

1925: Die elektrische Stadtbahn

Schon lange bevor die erste U-Bahn gebaut wurde, gab es in Wien bereits öffentliche Verkehrsmittel! Auf diesem Öffi-Plan aus 1925 sieht man den Verlauf der damaligen elektrischen Stadtbahn, die als Vorgänger der U-Bahn gilt und unter diesem Namen von 1925 bis 1989 existierte. Auf der Trasse der heutigen U4 verkehrte ab Oktober 1925 die Linie WD (Wiental-Donaukanal).

1978: Die erste U-Bahn Wiens

Seit Beginn der U-Bahn am 25. Februar 1978, zehn Jahre nach dem dafür notwendigen Grundsatzbeschluss des Wiener Gemeinderats, wurden dann nur noch schematische Pläne verwendet. Dies machte es für die Fahrgäste leichter sich zu orientieren! Auf diesem Plan erkennt man die allererste, drei Kilometer lange, Neubaustrecke entlang der U1 vom Karlsplatz zum Reumannplatz. Zu diesem Zeitpunkt war die U4 zwischen Heiligenstadt und Friedensbrücke schon zwei Jahre im Testbetrieb unterwegs – allerdings auf der bereits vorhandenen Stadtbahn-Strecke. Es war der Brite Harry Beck, der den ersten schematischen U-Bahn Plan entwarf und damit Standards setzte, die auch heute noch international gültig sind.

1981

Dieser Netzplan aus dem Jahr 1981 sieht dem, den wir heute kennen schon recht ähnlich, natürlich noch mit viel weniger Stationen als heute. Die Station Stephansplatz im Zentrum gilt als optisch dominantes Stadtzentrum am Plan.

Der aktuelle Öffi-Plan

Werden Strecken verlängert, muss natürlich auch der Öffi-Plan dementsprechend angepasst werden. Auch Symbole werden immer wieder hinzugefügt oder entfernt, zum Beispiel wenn Stationen renoviert werden, wie man auf diesem Plan bei der U4-Station Pilgramgasse sehen kann. Nun stellt sich natürlich die Frage, was diese Öffi-Pläne so besonders und übersichtlich macht: „Gerade weil sie nicht maßstabsgetreu sind und manche Ecken größer und andere kleiner dargestellt sind, macht das die Pläne so klar“, so Nicole Ringer, Raumplanerin bei den Wiener Linien.

Nicole Ringer ist strategische Kundeninformationskoordinatorin bei den Wiener Linien.

Ein Blick in die Zukunft: U2xU5

Linienkreuz U2xU5

Mit dem Bau der neuen U2xU5 verändert sich natürlich auch der Öffi-Plan. Eine besondere Herausforderung werden die digitalen Karten, die in den neuen X-Wagen-Zügen hängen werden. Wie diese aussehen werden, bleibt jedoch noch ein Geheimnis. Auf jeden Fall werden sie moderner und dynamischer aussehen. Nähere Infos zum Öffi-Ausbau U2xU5 findet ihr hier.

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Kommentare (20)

  • Bitte, bitte endlich beim Schnellverkehrslinienplan den U2-Ostast in einen 45-Grad-Winkel rücken so wie bei allen (!) andern Ästen auch. Nehmt mal ein Geodreieck zur Hand. Und beim U-Bahnplan (über den Türen) mit den reingefizelten Schnellbahnlinien mal einen professionellen Grafiker drüberarbeiten lassen, der ist leider komplett unübersichtlich…Danke.

  • Sehr interessant und lehrreich wie sich die Wiener Linien entwickelt haben. Es war immer wieder schön sie nutzen zu können und schnell von A nach B zu kommen ohne Stress und Hektik

  • Warum im aktuellen Netzplan seit Jahren der Streckenabschnitt der U2 bei der Donauquerung nicht dem allgemeinen Winkelschema von 0/45/90 Grad folgt sondern irgendwas dazwischen ist, weiß auch kein Mensch. Warum kann man diese Ungenauigkeit nicht endlich mal korrigieren?

  • Wünschenswert wäre es, die S45 entlang des Kais zu verlängern und schlussendlich eine Ring Linie daraus zu machen.
    Die meisten Gleise liegen bereits. Warum wird dies nicht verwirklicht?
    Mfg: Dr. Malousek

  • Ich freue mich auf Ihrem Plan zu sehen, dass die aufgelassende Schnellbahnstation LOBAU in Zukunft wieder errichtet werden soll. Es gibt so viele Büger, die diese Nachticht mit Freude erfüllen wird. Bitte um nähere Details an
    Dipl.Ing. Heinz Mooss, heinz.mooss@aon.at

  • Super, die S-bahnstation Lobau wird revitalisiert. In den letzten Jahren ist in der Gegend auch viel gebaut wurden und die Bereitschaft mit Öffentlichen zu fahren wäre noch besser, wenn es nahe Haltestellen mit rasche Verbindungen und dichte Intervallen gibt.

  • Liebe Wiener Linien!
    Herzlichen Dank für die Zukunftskarte der Schnellverbindungen in Wien. Und überhaupt: dafür, dass ihr immer für uns da seid – eure Arbeit macht Wien lebenswert!
    Besonders danken möchte ich dafür, dass laut diesem Zukunftsplan daran gedacht ist, die Auflassung der Stationen Hausfeldstraße und Lobau der S80 rückgängig zu machen – damit zeigt die Stadt Wien, dass sie die Zeichen der Zeit erkannt hat und für eine Mobilitätswende eintritt! Weiter so – ich freue mich auf die nächsten Ausbauten der Öffis (und die Nicht-Verwirklichung fossiler Großprojekte, die nur den motorisierten Individualverkehr fördern).
    Mit freundlichen Grüßen,
    Hilde Grammel

  • Sehr geehrte Damen und Herren,
    habe vernommen, dass die beiden S80 Stationen Hausfeldstraße und Lobau doch wieder aufgemacht werden. Super-Neuigkeit! Jetzt besteht wieder eine Direktverbindung ohne Umsteigen zum Hauptbahnhof! Das passt auch super zu den weiter verschärften Klimazielen von Österreich und Wien.
    Wann wird der Bahnsteig bei Station Hausfeldstraße wiedererrichtet?
    Bitte um Info. Besten Dank.

    Mit freundlichen Grüßen
    Alfred Benda
    1220 Wien

  • Ich hatte mein „Dankeschön“ für die 2 Revitalisierungen der S-Bahn-Stationen direkt per Mail geschickt und die Antwort bekommen, es sei ein Fehler passiert.
    Nun sehe ich hier bei den Kommentaren, dass echt viele enttäuscht sein werden – ABER die gute Nachricht: ich hatte mich für die Wiedererrichtung BEIDER Stationen bedankt, in der Antwort heißt es, Sie müssten mich leider enttäuschen: „Was nicht mehr gestimmt hat, war die S80-Station in der Hausfeldsiedlung.“ Über die Station Lobau dürfen wir uns also weiterhin freuen? Das wäre wirklich super!!!

  • Ich freue mich, dass im neuen Netzplan der Wiener Linien die Stationen Lobau und Hausfeldstraße wieder enthalten sind ! Hat diese Einsicht mit dem neuen Ressortchef zu tun? Wie auch immer, sinnvolle Entscheidungen werden immer begrüßt, auch wenn man lange darauf warten musste. Vielen Dank allen, Die an dieser positiven Entscheidung mitgewirkt haben!!!!!

  • Warum wird die Stammstrecke und die S45 in Farbe und die anderen S-Bahnlinien alle in blau gekennzeichnet? Ich finde, dass es es vorallem beim Überkopfplan unübersichtlicher macht und es keinen Sinn macht, dass ich beim Überkopfplan nur die S45 und die Stammstrecke sehe und die anderen nicht. Aber wenn man es so macht, ist es noch unübersichtlicher. Also würde ich sagen, dass man es so wie früher (wie vor 4 Jahren) machen sollte, wo das S-Bahn-Symbol am Überkopfplan bei den Umsteigeknoten waren und am Schnellverbindungenplan alle Linien wieder blau sind.

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