Studie: Warum ganz Österreich von den Wiener Öffis profitiert.

U-Bahn, Bim und Bus bringen tagtäglich mehr als zwei Millionen Fahrgäste sicher, rasch und umweltfreundlich an ihr Ziel. Das ist auch kein großes Geheimnis. Weniger bekannt sind die volkswirtschaftlichen Effekte der Wiener Linien auf die heimische Wirtschaft und den Arbeitsmarkt. Was steckt dahinter und warum auch die steirische Metallarbeiterin von den Wiener Öffis profitiert, lest ihr in diesem Blog-Artikel. 

Kurz zusammengefasst: Die Öffis sind ein wichtiger Turbo für die heimische Wirtschaft und sichern langfristig zehntausende Arbeitsplätze in Wien und ganz Österreich. Das bestätigt auch eine aktuelle Studie von Economica. Die Wiener Linien verfügen durch die hohe Eigenleistung im täglichen Betrieb über eine entsprechend hohe direkte Wertschöpfung.

Die Zahlen sprechen für die Öffis

2020 betrug der gesamte Bruttowertschöpfungseffekt in Wien allein durch den täglichen Betrieb 921 Mio. Euro – für ganz Österreich sogar 966 Mio. Euro. Der direkte Beitrag der Wiener Linien auf die Wiener Bruttowertschöpfung ist von 2019 auf 2020 um 10% gewachsen. Und: Durch den Betrieb konnten 2020 in Wien rund 10.700 Jobs gesichert werden – in ganz Österreich sogar mehr als 11.100! 

„Alle profitieren von den Öffis: Von den täglich zwei Millionen Fahrgästen über die Betriebe in Wien und ganz Österreich, die durch die Investitionen wichtige Aufträge haben bis hin zu den Menschen, die dadurch einen sicheren Job haben“, freut sich Öffi- und Finanzstadtrat Peter Hanke über die zahlreichen positiven Effekte der Öffis.

Der Wiener-Linien-Effekt: Neben dem U-Bahn-Fahrer haben zehntausende Menschen in Österreich einen sicheren Job.

Aber warum haben die Öffis Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeitsplätze im ganzen Land? Weil die Wiener Linien zwar vieles selbst “produzieren” – von der Fahrt mit U-Bahn, Bim und Bus bis hin zu den Gleisbauarbeiten – dafür aber auch gewisse Vorleistungen von Zuliefererunternehmen benötigt werden. Zum Beispiel wandert die Schiene bis sie schlussendlich auf der Straße verbaut wird – vom Hochofen über die weiterverarbeitende Metallarbeiterin beispielsweise in der Steiermark bis hin zum Gleisbauarbeiter – durch zahlreiche Hände. Deshalb werden mit den Investitionen in die Infrastruktur ebenfalls positive Wertschöpfungseffekte erzielt und viele Jobs gesichert.  

Öffi-Investitionen: Turbo für Wirtschaft und Arbeitsmarkt

Von 2016 bis 2020 haben die Wiener Linien über 1,7 Mrd. Euro in den Netzausbau, in die Anschaffung moderner Fahrzeuge, in die Modernisierung der Infrastruktur und in neue Mobilitätsangebote investiert. Diese Investitionen lösten österreichweit insgesamt 873 Mio. Euro an Wertschöpfung aus. Mehr als die Hälfte davon werden der indirekten Wertschöpfung zugeordnet. Das betrifft die bereits erwähnten Vorleistungen. Die Investitionen der vergangenen fünf Jahre sorgten zudem dafür, dass in Österreich mehr als 10.100 Jobs gesichert werden konnten.

Wertschöpfung: Wenn in der Wiener U-Bahn neue Gleise verlegt werden, profitieren davon Menschen in ganz Österreich.

Steuern & Abgaben: Wiener Öffis bringen täglich 800.000 Euro

Durch den Beitrag der Öffis an der Wertschöpfung und der Sicherung von tausenden Arbeitsplätzen sind die Wiener Linien auch eine wichtige Einnahmequelle aus Steuern und Abgaben für Österreich. Insgesamt beträgt der Fiskaleffekt rund 293 Mio. Euro für das Jahr 2020. Das ist mehr als die gesamten Einnahmen aus den Fremdenverkehrsabgaben bzw. der Kfz-Steuer. Pro Tag generieren die Öffis damit 800.000 Euro an Steuern und Abgaben, die an die öffentliche Hand zurückfließen.

U2xU5: Klimaschutz mit großem Impuls für Wirtschaft

In den Öffi-Ausbau U2xU5 als größtes Klimaschutzprojekt der Stadt werden insgesamt 6 Mrd. Euro investiert. Mit dieser Investition werden nicht nur 75.000 Tonnen CO₂-Einsparung pro Jahr ermöglicht. Die Arbeiten für die erste Ausbauphase der U5 bis Frankhplatz bzw. der U2-Verlängerung zum Matzleinsdorfer Platz lösen eine Bruttowertschöpfung von österreichweit insgesamt mehr als 1,1 Mrd. Euro aus. Über 14.000 Arbeitsplätze werden gesichert, für den Vollausbau von U2xU5 sind es sogar 30.000 Jobs.

Auch die Bauarbeiten zu U2xU5 schaffen Jobs, Jobs, Jobs.

Straßenbahnpaket: Fahrgäste, Klima und Wirtschaft profitieren 

Viele neue Straßenbahnprojekte sorgen in den kommenden Jahren für mehr Angebot für die Fahrgäste und positive Effekte für Klima und Wirtschaft. Neben der Linie 27 als neue Bim-Tangente für die Donaustadt soll die Linie 18 zur U2-Station Stadion verlängert werden, die neue Linie 12 von der U6 Josefstädter Straße bis in die Hillerstraße fahren und die Linie 72 die U3-Endstation Simmering mit Schwechat verbinden. Das neue Straßenbahnpaket sorgt mit Investitionen von rund 330 Mio. Euro im Zeitraum 2018 bis 2025 für eine Bruttowertschöpfung von insgesamt rund 220 Mio. Euro österreichweit sowie für rund 3.000 Arbeitsplätze österreichweit.

Neue Straßenbahnprojekte sind gut für das Klima, Fahrgäste und die Wirtschaft.
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