Autobus der Linie 13A am Siebensternplatz.

Wie werde ich BuslenkerIn?

Was muss ich können, um BuslenkerIn zu werden? Brauche ich schon davor einen Bus-Führerschein? Alles Wissenswerte rund um die Anforderungen, die Ausbildung und den Alltag als BuslenkerIn gibt’s in diesem Beitrag nachzulesen.

Wer schon mal in Wien war, weiß, hier ist der Verkehr nicht ohne: Ständig muss man auf Fußgänger, Radfahrer, Autos, LKWs und Straßenbahnen aufpassen. Besonders dann, wenn man mittendrin und nicht nur dabei ist. Diese Herausforderung meistern die BuslenkerInnen der Wiener Linien tagtäglich im gesamten Stadtgebiet aufs Neue. Du möchtest wissen, wie man BuslenkerIn wird oder hast Lust, dich selbst bei den Wiener Linien zu bewerben? Wir haben alle wichtigen Informationen für euch gesammelt. Aktuelle Stellenangebote findest du auf der Karriere-Seite der Wiener Linien.

Das Zeug zur BuslenkerIn

Als AutobuslenkerIn hat man bei den Wiener Linien je nach Bustyp die Kontrolle über ein acht bis achtzehn Tonnen schweres Fahrzeug. Dieses verlässlich durch die vielbefahrenen Straßen Wiens zu bewegen, in denen es gefühlt jeder eilig hat, erfordert einige Voraussetzungen. Immerhin hat man als BuslenkerIn neben der Verantwortung gegenüber den anderen Verkehrsteilnehmern, auch die Verantwortung für bis zu 166 Fahrgäste.

Geistige und körperliche Gesundheit (z.B. Körpergröße von mind. 1,60m) sowie ein Mindestalter von 24 Jahren sind Grundbedingungen für den Fahrdienst. Besitzt man noch keinen Führerschein der Klasse D (Bus), muss man den Führerschein der Klasse B (Auto) und mindestens 3 Jahre Fahrpraxis vorweisen können. Darüber hinaus sind natürlich ein gewisses Interesse an Technik und dem öffentlichen Nahverkehr sowie Freude an der Arbeit mit Menschen von großem Vorteil.

Bus der Linie 1A in der Herrengasse Richtung Stephansplatz.
Bus der Linie 1A in der Herrengasse Richtung Stephansplatz.
Die Busse der Wiener Linien fahren für die Wiener und WienerInnen von früh morgens bis spät nachts und das unter der Woche, am Wochenende und an Feiertagen. Dementsprechend gestalten sich auch die Schichten für unsere MitarbeiterInnen. Unregelmäßige Arbeitszeiten, Dienste an Wochenenden und Feiertagen an wechselnden Dienstorten gehören zum Arbeitsalltag. Genügend Freizeit hat man aber trotzdem, auf jede 5-Tage-Woche folgen zwei freie Tage.

Die Ausbildung zur BuslenkerIn im Detail

Abhängig davon, ob man bereits einen Führerschein der Klasse D (und die Berufskraftfahrer-Qualifikation D95) besitzt, dauert die Ausbildung bei den Wiener Linien unterschiedlich lange. Macht man den Führerschein für den Fahrzeugtyp Bus erst in der eigenen Fahrschule der Wiener Linien muss man eine etwa drei-monatige Ausbildung mit hohem Praxsianteil absolvieren, besitzt man ihn bereits, dann nur halb so lange. Der Ausbildungszeitraum wird in allen Fällen bereits bezahlt.

Egal, ob auf die eine oder andere Art, einen Monat innerbetriebliche Schulung muss man in jedem Fall machen. Darin wird das Know-how vermittelt, das die LenkerInnen brauchen, um unsere Fahrgäste sicher von A nach B zu bringen. Das ist in einer Großstadt wie Wien gar nicht so einfach. Damit keine Haltestelle vergessen und kein Fahrgast übersehen wird, werden in der „Linien- und Typenschule“ die jeweiligen Linienrouten und dort eingesetzten Bustypen genau behandelt. Andere spannende Themen der Ausbildung sind etwa Fahrzeugtechnik, Deeskalationstraining und Kundendienstschulung, Erste Hilfe und Sicherheit am Arbeitsplatz.

Die Fahrerkabine: Der Arbeitsplatz unserer BuslenkerInnen, von dem aus sie alles im Blick haben und für die Fahrgäste da sind.
Die Fahrerkabine: Der Arbeitsplatz unserer BuslenkerInnen, von dem aus sie alles im Blick haben und für die Fahrgäste da sind.

Während der innerbetrieblichen Ausbildung folgen immer wieder Tage der Praxis, in denen die Auszubildenden mit LehrlenkerInnen an ihrer Seite erste Schichten im regulären Fahrbetrieb absolvieren. Pro Schicht wird immer eine Linie befahren. Nach einiger Zeit dürfen LenkerInnen auf den bereits bekannten Linien selbstständig fahren.

Der Alltag im Autobus

Der Alltag im Fahrdienst ist für die BuslenkerInnen durchaus abwechslungsreich. Eine typische Frühschicht sieht aber ungefähr so aus: Bei Dienstbeginn in einer der Garagen in Wien meldet man sich vor der geplanten Ausfahrt. Dann erhält man die Zuteilung zum jeweiligen Bus und den Arbeitsplan für den laufen Tag. Darin erfährt man seine Fahrzeiten und die damit verbundenen Pausen, denn: Der wirkliche Fahrdienst am Steuer ist quasi gestaffelt und regelmäßig durch Pausen nach einiger Zeit am Steuer unterbrochen.

Zusätzlich erhält die Lenkerin den Dienstauftrag für die jeweilige Strecke, wo Umleitungen, Baustellen und Haltestellenverlegungen für die Linie eingetragen sind. Nach einem Fahrzeugcheck auf sichtbare Schäden (z.B. an Türen oder der Beleuchtung) und einer Kontrolle der sicherheitsrelevanten Teile, kann es mit der Fahrt losgehen.

Moderne Autobusse sind auch für Fahrgäste im Rollstuhl barrierefrei nutzbar.
Moderne Autobusse sind auch für Fahrgäste im Rollstuhl barrierefrei nutzbar.

Den Fahrgästen bei Fragen Auskünfte erteilen und mobilitätseingeschränkten Personen ins Fahrzeug helfen sind laufende Aufgaben neben der Fahrt, die man als Fahrgast vielleicht schon mal miterlebt hat. Am Ende der Schicht übergibt man das Fahrzeug wieder oder fährt zurück in die Garage, wo es eingezogen wird.

Was bietet die Arbeit im Fahrdienst?

Während der Ausbildung erhält man € 1.832,46 Brutto pro Monat. Danach 2.100€ Brutto inklusive allen Zulagen für eine 37,5-Stunden-Woche mit unbefristetem Arbeitsvertrag. Außerdem gibt es eine Jahreskarte für die Kernzone Wien mit dazu.

Nach einiger Zeit im Fahrdienst besteht dann die Möglichkeit im Unternehmen aufzusteigen – entweder im bereits gewohnten Umfeld beispielsweise als Teamleiterin oder einer anderen Abteilung wie der Disposition, Verwaltung, Störungsmanagement oder Diensteinteilung.

Interessierst auch du dich für umweltfreundliche Mobilität, willst unsere Fahrgäste sicher an ihr Ziel bringen und Wien mobil halten? Dann bewirb dich gleich auf unserer Karriereplattform online!

Nach oben

Hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

Tragen Sie Ihre Daten unten ein oder klicken Sie ein Icon um sich einzuloggen.

Unser nächster Artikel
Die Oberflächen-Leitstelle der Wiener Linien in Erdberg

Das Herz der Öffis: Die Betriebsleitstelle

14 Februar 2019