Von Favoriten nach Simmering: Wir stellen die Linie 11 vor

Seit 2. September 2019 verbindet die Linie 11 die Bezirke Favoriten und Simmering. Alleine im ersten Monat sind schon 2 Mio. Fahrgäste mitgefahren. Doch was genau steckt hinter der neuen Nummer 11, und was gibt es an ihrer Route zu entdecken?

Für seine 32 Haltestellen von Kaiserebersdorf bis zum Otto-Probst-Platz benötigt der 11er rund 50 Minuten. In dieser Zeit gibt es 35 Umsteigemöglichkeiten - von Bus und Bim bis U-Bahn und S-Bahn. Durch ihre Routenführung bindet die Linie 11 Kaiserebersdorf an die U3 und an die U1 an. Zusätzlich entlastet sie auch die Linie 6. Ein weiteres Highlight sind die Fahrzeuge: Ab Mitte 2020 werden dort die neuen, klimatisierten und barrierefreien Flexity-Modelle fahren.

Rund um das Erholungsgebiet Wienerberg

Gleich zu Beginn der Linie 11, rund um den Otto-Probst-Platz in Favoriten, gibt es drei Grünflächen, die zum Spazieren und Entspannen einladen. Im Draschepark, der nach der Familie Drasche benannt wurde, die zwei Schlösser in der Umgebung besaß, ist heute unter anderem ein öffentlicher Grillplatz. In dem Park fließen zudem der Mühlbach und die Liesing zusammen. Die nächste, etwas kleinere Grünzone ist der Johann-Benda-Park. Dieser liegt gleich neben dem Otto-Probst-Platz. Steigt man bei einer der nächsten vier Haltestellen aus, steht man direkt vor dem Erholungsgebiet Wienerberg mit dem Wienerbergteich. Hier kann man auf einem 14 km langen Wegenetz spazieren oder laufen gehen, die markierten Radwege nutzen oder sich auf einem der Sportplätze auspowern. Auch die Hunde haben in der Hundezone Platz zum Toben und für Vogelfans stehen zahlreiche Infotafeln über die dort ansässigen Singvögel bereit.

Um den Otto-Probst-Platz gibt es viele grüne Ecken, wie zum Beispiel den Draschepark. Copyright: Peter Gugerell
Um den Otto-Probst-Platz gibt es viele grüne Ecken, wie zum Beispiel den Draschepark. Copyright: Peter Gugerell

Badespaß und künstlerische Einblicke an der Linie 11

Auch beim Reumannplatz hält die Linie 11 und bietet unter anderem die Möglichkeit, in die U1 umzusteigen. Rund um die Station kann man shoppen gehen, sich an warmen Tagen einen süßen Eisbecher im Tichy gönnen oder im Amalienbad untertauchen. Als Hallenbad mit Sauna eignet es sich auch ideal für die kalte Jahreszeit. Einige Haltestellen weiter, bei der Schrankenberggasse, laden die OstLicht Gallerie und die Kunstgalerie Meduna zu einem Besuch ein. Und auch die Ankerbrotfabrik bietet ein kulturell vielfältiges Programm.

Besinnliche Stille

Wer im Untergrund weiterreisen möchte, kann gleich zweimal zur U3 umsteigen - beim Enkplatz und in Simmering. Drei Straßenbahnhaltestellen weiter hat man die Möglichkeit, direkt beim 1. Tor des Zentralfriedhofs, gegenüber vom Restaurant Concordia-Schlössl, auszusteigen. Der Friedhof zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Wien, denn er bietet nicht nur Menschen mit verschiedenen Religionen eine letzte Ruhestätte, sondern hat auch zahlreiche beeindruckende Wege, Gärten und Orte, die es zu besuchen gilt. Verschiedenste Ehrengräber wie jene von Popstar Falco oder dem akademischen Maler Gustav Klimt, die eindrucksvolle Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus oder der Park der Ruhe und Kraft laden zum Verweilen ein. Und nicht nur im schönen Naturgarten gibt es zahlreiche Pflanzen und Tiere zu erspähen.

Die Linie 11 und die Linie 71 fahren alle 4 Tore des Zentralfriedhofs an
Die Linie 11 und die Linie 71 fahren alle 4 Tore des Zentralfriedhofs an

Egal ob fröhliches Plantschen, ein Spaziergang im Grünen oder vielseitiger Kulturgenuss - entlang des 11ers gibt es für Jung und Alt viel zu entdecken und erleben.

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