Rund 11.000 Kameras sorgen für Sicherheit in den Wiener Öffis.

Videoüberwachung in den Öffis

Rund 12.500 Kameras sorgen für Sicherheit in den Wiener Öffis. Wie funktioniert unsere Videoüberwachung, was wird gefilmt und wer sieht sich die Bilder an? Auf diese Fragen haben wir hier Antworten.

Sicherheit versus Big Brother: Das Thema Videoüberwachung spaltet durchaus die Gemüter. Eines sagen wir daher gleich vorab: Unsere Videoüberwachungsanlagen sind dazu da, um die Sicherheit unserer Fahrgäste und MitarbeiterInnen zu erhöhen.

Der öffentliche Verkehr in Wien ist besonders sicher. Das ist auch ein Verdienst der Videoüberwachung von Stationen und Fahrzeugen. Seit Beginn des U-Bahn-Betriebs nutzen wir Videoüberwachung in Form von Livebildern, die auf Monitore übertragen werden, zum sicheren Abfertigen der Züge.

Seit 2005 setzen wir auch in unseren Fahrzeugen auf Videoüberwachung bei gleichzeitiger Aufzeichnung der Daten. Die Bildaufzeichnung durch die Kameras im Fahrgastraum erfolgt verschlüsselt. Die Bilder können so nur mit einer speziellen Software technisch ausgewertet werden.

Sowohl die Stationen als auch unsere Fahrzeuge sind videoüberwacht.
Sowohl die Stationen als auch unsere Fahrzeuge sind videoüberwacht.
Sowohl die Stationen als auch unsere Fahrzeuge sind videoüberwacht.

Sicher unterwegs in Stationen…

Alle 109 U-Bahn-Stationen sind mit Kameras ausgestattet. Insgesamt gibt es rund 2.500 Geräte. Alle Kameras in den Stationen sind mit Datenspeicherung ausgerüstet. Das bedeutet, dass die Bilder der Videoüberwachung für 48 Stunden automatisch gespeichert werden. Wenn jemand eine Noteinrichtung betätigt, schaltet sich das Kamerabild der Station sekundenschnell automatisch in der Leitstelle auf. So können unsere MitarbeiterInnen sehen, was los ist und sofort die Rettungskette einleiten.

In allen 109 U-Bahn-Stationen gibt es Videoüberwachung.
In allen 109 U-Bahn-Stationen gibt es Videoüberwachung.

… und Fahrzeugen

Wie in den Stationen gilt in unseren Fahrzeugen: Sicherheit geht vor. Auch hier sind Sicherheitseinrichtungen vorhanden. In den meisten Fahrzeugen gibt es auch Videoüberwachung. Entsprechende Piktogramme kennzeichnen diese.

Alle neu angeschafften Fahrzeuge – egal, ob U-Bahn, Straßenbahn oder Bus – werden bereits mit Kameras geliefert. In den letzten Jahren haben wir außerdem die Niederflurfahrzeuge, die noch ohne angeliefert wurden, nachgerüstet. Die Nachrüstung schließen wir voraussichtlich 2018 ab.

Alle neu angeschafften Fahrzeuge werden mit Videoüberwachung geliefert.
Alle neu angeschafften Fahrzeuge werden mit Videoüberwachung geliefert.

Videoüberwachung unterliegt Datenschutz

Die Videoüberwachung unterliegt natürlich auch Auflagen und Regeln. Diese sind über die Datenschutzkommission der Republik Österreich geregelt. Demnach ist es nicht unsere Entscheidung, Videomaterial zu veröffentlichen oder weiterzuleiten. Das geschieht nur, wenn die Polizei das Material zur Klärung einer Straftat anfordert. Nach 48 Stunden werden die Aufzeichnungen gelöscht. Deshalb ist es wichtig, sofort die Polizei zu informieren, damit diese die Aufzeichnungen rechtzeitig bei uns anfordern kann.

Die Videodaten können nur an einem bestimmten Computer eingesehen sowie entschlüsselt und technisch ausgewertet werden. Dieser Computer befindet sich in einem eigenen Raum, zu dem nur autorisierte Personen Zutritt haben. Er ist auch nicht an das EDV-Netzwerk angeschlossen. Die Kamerabilder werden zu Rekordern in den Fahrzeugen oder Stationen übertragen und dort auf Wechseldatenträgern gespeichert. Erfolgt keine Auswertung der Daten, werden die jeweils ältesten Bilder gelöscht und mit neuen Daten überschrieben.

Nach oben

Kommentare (11)

  • Wenn uns das vor 15 Jahren jemand erzählt hätte, dass uns die Wiener Linien beim Bimfahren auf’s Rachenzapferl schaut, derjenige wäre eingeliefert worden als völlig durchgeknallt.

    Was ist nur aus unserem Land geworden. Das ist das „Rote Wien“ ?

  • Sehr geehrte Damen und Herren!
    Werden U-Bahn-Stationen 24Std überwacht? Wird z.b. wenn ein Fahrgast auf die Schienen stürzt (kein Passant merkt das) von den überwachenden Personen der Notstopp ausgelöst, oder ist die Überwachung nur dazu da das Bildmaterial zu speichern – ohne sofortige Einschreitungsmöglichkeiten?

    Freundliche Grüße
    Martin

    • Hallo, alle Stationen sind permanent videoüberwacht. Wir haben mehr als 2.000 Videokameras in den U-Bahn-Stationen und können deshalb nicht rund um die Uhr alle Bereiche mit eigenen Augen kontrollieren. Wenn wir etwas sehen, schreiten wir natürlich sofort ein.

  • Wiener Linien macht hier einen sehr guten Job! Das Datenschutzgesetz in Europa ist ohnehin extrem streng in Europa und im Ernstfall kann eingegriffen werden. Also unterm Strich absolut positiv für alle. Einer der Mitgründe warum Wien zu den sichersten und lebenswertesten Städten der Welt gilt 🙂

  • Ich finde es einfach toll, dass die Wiener-Linien so um die Sicherheit ihrer Kunden bemüht sind! Vor allem zeigen die Wiener-Linien bei einem anderen Punkt schon auf was in Notsituationen zu tun ist:

    Zwei Personen geraten auf dem U-Bahnsteig in Streit. Sie beginnen einander zu schubsen und kommen der gelben Sicherheitslinie bedrohlich nahe.

    Was würde ich in dieser Situation machen? Und was wäre das richtige Verhalten? Diese Fragen klären unsere neuen Sicherheitsvideos, in denen Sie in die Hauptrolle schlüpfen.

    Sie treffen im Laufe des Videos aktiv Entscheidungen und beeinflussen so den Ausgang des Videos: Betätige ich den Notstopp oder rufe ich die Polizei? Alle möglichen Handlungsverläufe werden am Ende des Videos aufgelöst und Hinweise zum richtigen Verhalten gegeben.

    Dennoch, viele Fahrgäste fühlen sich, nicht zuletzt durch Medienberichterstattung über Gewaltvorfälle im öffentlichen Nahverkehr, bedroht oder belästigt und nutzen den öffentlichen Personenverkehr deshalb weniger oder gar nicht mehr, durch die präventive Maßnahme wird das Sicherheitsgefühl bestärkt, Straftaten werden rascher aufgeklärt – in jedem Fall nur ein Gewinn für alle Beteiligten

  • Meine Mutter wurde heute in der ubahn station u6 alserstraße mit einem deo angesprüht und wollte die tasche meiner mutter so entreißen. Der Täter ist weggerannt und die Videoüberwachung hat nichts aufgenommen. Soviel dazu..

  • Hinterlassen Sie uns einen Kommentar!


    Tragen Sie Ihre Daten unten ein oder klicken Sie ein Icon um sich einzuloggen.

    Unser nächster Artikel
    Autonome E-Busse in der Seestadt

    Fahrerlos ist das Gegenteil von menschenlos

    6 September 2018