Zug der Linie U1 auf der Brücke über die Alte Donau.

Wiener Linien presents: Ein Tag in Spanien, aber in Wien.

Wer schon Sommer in Wien verbracht hat, der weiß: hier herrschen im Juli und August schnell Temperaturen, wie wir sie sonst aus unseren Spanienurlauben kennen. Und nicht nur das: Auch kulturell bietet Wien viele Hotspots spanischer Art. Wir haben euch einen Tag mit ganz viel spannischem Flair in Wien zusammengestellt. In diesem Sinne: Bienvenido a España!

Samstag, 10 Uhr am Naschmarkt.

Wie man einen perfekten, sonnigen Tag in Spanien startet? Man geht auf den Markt, deckt sich mit frischen Früchten ein, flaniert an den Ständen vorbei, trinkt ein kühles Getränk und lässt sich einfach treiben. Hin und wieder wird einem Essen zum Probieren angeboten, bei dem man besser nicht nein sagt, denn es ist köstlich. Es tummeln sich viele Menschen auf dem Naschmarkt. Gleichzeitig findet auch der samstägliche Flohmarkt statt. Mit einem Korb voller frischer Lebensmittel und einem Kaffee schlendern wir durch die Gänge, es fühlt sich an wie auf dem Mercado de la Boqueria auf der „La Rambla“ in Barcelona. Nur schöner.

Es ist nie zu früh für eine Siesta.

Nach so viel Trubel und Sonne brauchen wir jetzt erstmal eine kleine Siesta. Und das geht am besten in unserem geliebten Praterpark. Mit der U4 von Kettenbrückengasse bis Schottenring und dem Umstieg in die U2 bis Messe-Prater sind wir schon in 22 Minuten im grünen Paradies. Hier lässt es sich aushalten, viele schattige Plätze zum Schlummern gibt es auch. Und falls das Energielevel noch hoch ist, spielt man eben Frisbee, Fußball, Federball oder macht eine Yoga-Session. Auch ein schöner Stadtwanderweg befindet sich in der grünen Lunge Wiens. Und wenn wir schon mal hier sind: Der Prater mit Riesenrad und Achterbahn hat mittlerweile auch wieder geöffnet. Bei schönem Wetter kommen hier echte Glücksgefühle auf, wie im Urlaub in Spanien eben. Ein Besuch lohnt sich also immer. Wusstet ihr, dass das Kettenkarussell im Wiener Prater bis 2013 das welthöchste Kettenkarussell war und noch heute mit 117 Metern das höchste Fahrgeschäft in Österreich ist? Von dort haben wir mindestens einen genauso guten Blick auf die Stadt wie von dem Riesenrad im Tibidabo Freizeitpark in Barcelona!

Das Kunsthistorische Museum.

Nach Erholung im Grünen und Freizeitpark-Spaß wollen wir uns nun der spanischen Kunst widmen. Dafür geht’s mit der U2 von Messe-Prater oder Praterstern zum Museumsquartier. Im Kunsthistorischen Museum lassen sich einige spanische Werke bestaunen, z.B. die von Velázquez, ein Maler des Barocks, der zu den wichtigsten Porträtmalern seiner Zeit gehörte. Kunst gibt uns die Möglichkeit in die damalige Zeit einzutauchen und etwas über die (spanische) Geschichte zu erfahren. Die Gemäldegalerie im KHM zählt zu den bedeutendsten ihrer Art. Sie geht aus der Kunstsammlung des Hauses Habsburg hervor – für uns WienerInnen ist die habsburgische Verbindung in das südliche Land nicht uninteressant. (Maria-Theresien-Platz 1010 Wien)

NHM und 2er Bim
Auf dem Bild zu sehen ist zwar das Naturhistorische Museum, aber die beiden sehen ja sowieso identisch aus!

Spanische Pferde in der Spanischen Hofreitschule bestaunen.

Ein kurzer Spaziergang führt uns weiter zur Spanischen Hofreitschule. Ein wirklich einzigartiger Ort mit langer Geschichte. Schon seit über 450 Jahren wird hier klassische Reitkunst weitergegeben und gelebt. Die Spanische Hofreitschule in Wien ist die älteste Reitschule und zählt zum immateriellen UNESCO Kulturerbe der Menschheit. Der Ursprung des Namens wird auf ihrer Website so erklärt: „Der Name der „Spanischen“ Hofreitschule geht auf das 16. Jahrhundert zurück: Ferdinand I., der spätere Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, wuchs in Spanien auf und brachte die prachtvollen spanischen Pferde von der iberischen Halbinsel an den Hof nach Wien mit. Die Pferde galten als besonders edel und gelehrig und eigneten sich daher besonders für die klassische Reitkunst. Die weißen Lipizzanerhengste sind die Nachkommen dieser einstigen stolzen, spanischen Pferderasse – sie entstanden aus einer Kreuzung von spanischen, arabischen und Berber-Pferden.“

Ein Spaziergang zwischen duftenden Rosen.

Unweit der Spanischen Hofreitschule können wir uns noch auf einen kleinen Spaziergang im Wiener Volksgarten begeben. Rosen überall und herzzerreißende Widmungen an Pflanzen und Bänken. Hier kann man wirklich lange verweilen. Mindestens genauso gut wie im Spanischen Pendant in Madrid: Der Rosengarten La Rosaleda im Parque del Oeste.

Tapas und Cocktails und danach ein bisschen tanzen!

Zu diesem Zeitpunkt ausgehungert muss nun schnell die beste Tapasbar her! Und natürlich kann uns Wien auch hier dienen und bringt uns ins Toma tu Tiempo. Übersetzt heißt das: „Nimm dir die Zeit!“ Wie passend zum spanischen Lifestyle – das lassen wir uns nicht zweimal sagen! Dafür nehmen wir die 49er Bim von der Station Ring/Volkstheater bis zur Westbahnstraße/Zieglergasse. Tinto Verano, Pimientos de Padrón, Tortilla del dia und Queso de cabra con nueces – der Abend ist gerettet! Am 28. August 2020 gibt es außerdem ein Openair des Flamencovereins in Wien! Dieser Verein zur Förderung andalusischer Kultur „Peña Flamenca La Granaina Wien“ bietet Workshops an und bringt Interessierte, die Flamenco oder Spanisch lernen wollen, zusammen. Besucht gerne ihre Website, um mehr zu erfahren (hier).

Ein guter Tag endet am Wasser – Hier fühlt man sich wie auf Ibiza.

Wir können es kaum abwarten diesen wundervollen Tag am oder auch im Wasser zu beenden. Mit der U3 von der Zieglergasse bis zum Stephansplatz und von dort aus weiter mit der U1 bis Donauinsel und schon haben wir es geschafft. Über die Ponte Kagraner kommen wir zum Copa Beach. Nach diesem Tag schmeckt der Sangria als Sundowner am Strand besonders gut! Gleich nebenan gibt es das Danube Jumping. Auf Trampolinen, die auf dem Wasser schwimmen in den Sonnenuntergang springen – das fühlt sich doch nach Urlaub an. Ungefähr am selben Spot finden sich auch die Skater zusammen. Skaten geht nicht nur gut in Barcelona, sondern auch in Wien. Übrigens: Nicht nur Ibiza ist bekannt für Kunst- und Hippieszene. Auch in Wien ist eine internationale Street-Art Szene entstanden. Vor allem am Donaukanal toben sich viele Künstler aus. Hier trifft man auf die alternative Community.

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