Wien wurde bereits zum 9. Mal in Serie als lebenswerteste Stadt gewählt - und wir alle tragen unseren Beitrag dazu bei.

Öffis: Die Nummer 1 in Sachen Klimaschutz

Der Klimawandel betrifft uns alle. JedeR kann und muss einen eigenen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Ein Umstieg vom eigenen PKW auf die Öffis ist der erste und vielleicht auch wichtigste Schritt dabei.

Für Wien ist Umwelt- und Klimaschutz kein Neuland. Und auch für uns als Mobilitätsanbieter hat der Umweltschutz eine tragende Rolle. Egal ob bei Bim, Bus oder U-Bahn die Wiener Linien sind umweltschonend, innovativ und schützen das Klima. Jeder Fahrgast wird somit durch eine Fahrt mit den Öffis auch zum Klimaschützer und sorgt für mehr saubere Luft, weniger Lärm und auch mehr Platz für die Menschen. Damit kann jeder zur hohen Lebensqualität in der Stadt beitragen.

Die öffentlichen Verkehrsmittel der Wiener Linien nutzen den Platz Wiens in möglichst platzsparender Weise.
Die öffentlichen Verkehrsmittel der Wiener Linien nutzen den Platz Wiens in möglichst platzsparender Weise.

1) Die Öffis ermöglichen mehr Platz zum Leben

Wien wächst rasant. Das bedeutet aber nicht, dass wir mehr Platz zur Verfügung haben, im Gegenteil: immer mehr Menschen teilen sich den vorhandenen Platz. Umso wichtiger ist es, unsere Flächen gut zu nutzen: die Wiener Linien sind dabei Effizienzmeister. So nutzt der öffentliche Verkehr seine Flächen vier Mal, die U-Bahn sogar 20 Mal effizienter als der Individualverkehr. Würden alle WienerInnen nur mit den Öffis fahren, könnten rund 500 Hektar Verkehrsfläche für andere Aktivitäten genutzt werden. Das entspricht fast 77 Mal der Fläche des Stadtparks oder 700 Fußballfeldern.

Das Fahren mit der U-Bahn ist besonders klimaschonend und nur für 5% der CO2-Äquivalent-Emissionen verantwortlich.
Das Fahren mit der U-Bahn ist besonders klimaschonend und nur für 5% der CO2-Äquivalent-Emissionen verantwortlich.

2) Wer öffentlich fährt, "schenkt" Platz

Zwar brauchen Bim und Bus auch Platz zum Fahren, jedoch können mit einer Straßenbahn oder mit einem Autobus weitaus mehr Menschen auf einmal mitfahren. Durchschnittlich sind in einem PKW 1,2 Personen unterwegs, in einer Straßenbahn finden gut 200 Personen und in einer U-Bahn sogar an die 900 Fahrgäste gleichzeitig Platz. Würden alle Menschen, die mit einer U-Bahn unterwegs sind, aufs Auto wechseln, bräuchte es statt einer U-Bahn ca. 750 Pkw auf der Straße - aneinander gereiht immerhin gut drei Kilometer Autokarawane. Von den Flächen fürs Parken ganz zu Schweigen.

Wie auf der Grafik ersichtlich haben 150 Personen in 125 Autos Platz, oder in nur einer Straßenbahn.
Wie auf der Grafik ersichtlich haben 150 Personen in 125 Autos Platz, oder in nur einer Straßenbahn.

3) Die Wiener Linien sind Meister im CO2-Sparen

Spitzenreiter im klimaneutralen Verkehr sind und bleiben die Öffis. Die weitere Elektrifizierung hilft dabei auch, den Betrieb langfristig annähernd emissionsfrei gestalten zu können. Besonders effizient ist auch hier die U-Bahn: sie ist im Verkehr für lediglich 5% der CO2-Äquivalent-Emissionen verantwortlich, erbringt jedoch gleichzeitig ein Fünftel der Verkehrsleistung in Wien. Wer auf Öffis umsteigt, spart pro Jahr bis zu 1.500 kg CO2 ein, das sind ca. 8.300 nicht gefahrene Kilometer mit einem durchschnittlichen Pkw. Immerhin die beachtliche Strecke von Wien nach Johannesburg in Südafrika.

40 Jahre nach dem U-Bahn-Bau ist für 38% von Frau und Herrn Wiener das Fahren mit den Öffis Teil ihres Alltags geworden.
40 Jahre nach dem U-Bahn-Bau ist für 38% von Frau und Herrn Wiener das Fahren mit den Öffis Teil ihres Alltags geworden.

4) Das Auto als Stinker

Für Herrn und Frau Wienerin sind die Öffis Alltag. Vor 40 Jahren, als das Tor in das U-Bahnzeitalter geöffnet wurde, war das noch nicht ganz der Fall. Damals wurde ein Großteil der täglichen Wege mit dem Auto zurückgelegt. Doch diese Zeiten haben sich geändert. Durch einen stätigen Ausbau des Öffi-Netzes und einem in Europa fast unschlagbarem Preis von 1 Euro pro Tag (Jahreskarte mit Einmalzahlung) fand ein Umdenken statt. Heutzutage werden 38% der täglichen Wege schon mit den Öffis zurückgelegt. In Wien sind rund 800.000 Menschen mit einer Jahreskarte unterwegs, das sind mehr Jahreskarten als zugelassene PKW: Vor einigen Jahren waren es noch doppelt so viele PKW wie Jahreskarten. Ein Trend der für uns alle eine positive Wirkung haben wird. Denn der Autoverkehr produziert immerhin gut 500% mehr CO2 als der öffentliche Verkehr.

Die Buslinie 2A, wie hier am Franz-Josefs-Kai, wird seit knapp 5 Jahren vollkommen elektrisch betrieben.
Die Buslinie 2A, wie hier am Franz-Josefs-Kai, wird seit knapp 5 Jahren vollkommen elektrisch betrieben.

5) Vorreiter bei der Elektromobilität

Die Verkehrswende ist ein zentrales Element auf dem Weg in eine emissionsarme Mobilitätszukunft. Die Wahl des Antriebs spielt dabei eine große Rolle. Schon jetzt rund 80% unserer Fahrgäste elektrisch mit Bim, U-Bahn und E-Bussen unterwegs - Tendenz steigend! Während in anderen europäischen Städten E-Busse nur vereinzelt eingesetzt werden, verfügt Wien bereits seit knapp fünf Jahren über zwei Linien (2A und 3A), die komplett mit E-Bussen betrieben werden. Doch das ist noch nicht alles: 2019 werden auch noch größere Busse mit Elektroantrieb für den Betrieb auf der Linie 4A angeschafft. Wien ist damit die erste europäische Stadt mit großen E-Bussen im Linienbetrieb.

Seit dem Jahr 2014 sind die umweltfreundlichen Gelenkbusse auf der Linie 48A im Einsatz.
Seit dem Jahr 2014 sind die umweltfreundlichen Gelenkbusse auf der Linie 48A im Einsatz.

6) Innovation in Sachen Busflotte

Bereits 2013 haben wir damit begonnen, unsere Busflotte vorrangig nach ökologischen Gesichtspunkten zu erneuern. Die Modernisierung ist in vollem Gange und läuft bis Ende 2019. Bei der Modernisierung unserer Busflotte war ausschlaggebend, dass die neuen Fahrzeuge wesentlich umweltfreundlicher, komfortabler und leiser als die bisherigen Busse sein müssen. In einer zweijährigen Zusammenarbeit mit der TU Graz wurden bereits im Vorfeld der Ausschreibung 28 Busse der verschiedensten Antriebe (Diesel-Hybrid, Erdgas, Diesel) getestet. Dieselbusse der Klasse Euro 6 lieferten in nahezu allen Kategorien bessere Werte als alle anderen getesteten Antriebsformen. Beispielsweise sparen unsere Euro-6-Busse im Vergleich zu den älteren Bussen mit Flüssiggasantrieb das etwa 15-fache an Stickoxid ein und reduzieren den CO2-Ausstoß um 44 Prozent.

Die Wiener Linien verbrauchen jährlich rund 700 Gigawattstunden an Energie, man arbeitet daran dies stetig zu minimieren.
Die Wiener Linien verbrauchen jährlich rund 700 Gigawattstunden an Energie, man arbeitet daran dies stetig zu minimieren.

7) Innovative Energie-Sparfüchse

Wir brauchen für unseren Betrieb viel Energie – immerhin benötigen wir jährlich rund 700 Gigawattstunden an Energie, was vergleichbar mit dem Energieverbrauch von St. Pölten ist. Daher setzen wir an vielen Hebeln an um so effizient wie möglich zu arbeiten. Wir haben zahlreiche U-Bahn-Stationen und Betriebsgebäude mit Erdwärmepumpen ausgestattet um den Energieverbrauch aus erneuerbaren Quellen zu speisen. Auch die Abwärme von Computern in technischen Räumen nutzen wir, um die Gebäude zu beheizen. Bereits jetzt haben wir über 18.000 herkömmliche Leuchten durch stromsparende LEDs ausgetauscht, nutzen 90 % des Wassers, das zur Reinigung von Zügen und Bussen verwendet wird, wieder, und schulen unser Personal zu einer energiesparenden Fahrweise.

Durch das Forschungsprojekt Brake Energy fließt die Energie des Bremsvorgangs einer U-Bahn wieder zurück in das Netz.
Durch das Forschungsprojekt Brake Energy fließt die Energie des Bremsvorgangs einer U-Bahn wieder zurück in das Netz.

8) Kleine Kraftwerke auf Schienen

Egal, ob Bim oder U-Bahn – fast alle unsere Schienenfahrzeuge sind kleine „Kraftwerke": Die Energie, die durch die Reibung beim Bremsen eines Zugs freigesetzt wird, fließt zurück ins Netz. Damit können andere Fahrzeuge in der Umgebung diese Energie beim Abfahren nutzen. Was passiert jedoch, wenn sich gerade kein Zug zeitgleich in der Station befindet? Dort setzt das Forschungsprojekt Brake Energy an, mit dem die Energie aus der Bremsung ins Wechselstromnetz eingespeist werden kann und so Rolltreppen, Licht und Aufzüge in den Stationen mit Strom versorgt. Mehr dazu in einem eigenen Blogpost zu Brake Energy.

Wien wurde bereits zum 9. Mal in Serie als lebenswerteste Stadt gewählt - und wir alle tragen unseren Beitrag dazu bei. Gemeinsam machen wir unsere Bundeshauptstadt nachhaltiger und noch lebenswerter. Und das nicht nur, weil wir als Öffi-Dienstleister die Wienerinnen und Wiener sauber, sicher und ökologisch von A nach B bewegen.

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Kommentare (3)

  • Noch mehr Klimaschutz. 1/2 Waggon in der U-Bahn für Radfahrer, Kinderwägen,Leute mit Koffernm etc. freimachen. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, dass Radfahrer ganztags fahren können ohne die restlichen Fahrgäste zu stören.Viele Radfahrer sind in der Früh vor 7:00 Uhr auf das Rad angewiesen. Da wäre unbedingt wichtig, dass die Radfahrerm mit der U-Bahn fahren dürfen. Ab 8:30 ist manchmal schwierig mit dem Rad in die U-Bahn einzusteigen, da zu viele Leute (auch sehr viele Touristen) unterwegs sind. es ist auch nervig, wenn Koffer im Weg stehen oder 2 Kinderwägen nebeneinander stehen und man nicht durchkommen kann.
    In Athen, 5 Millionen-Stadt dürfen in der Straßenbahn im letzten Waggon max. 2 Radfahrer einsteigen. Allerdings ganztägig.

    Nächste Anregung: Due U3 soll am Abend bis 22:00 Uhr kürzere Intervalle haben. MAn kann nicht einmal mit einem Klapprad einsteigen
    Ich fahre seit 41 jahren nur öffentlich. Ich bin sehr zufrieden. Ich benutze die Bahn (bis Bregenz, Venedig etc.). Ich gehe auch viel zu Fuß. Ich benutze auch das Flugzeug.
    Ich fahre das ganze Jahr bei jedem Wetter mit dem Klapprad in Kombintion mit den ÖFFIs.
    Eine Kombination, die Viele Leute zu Herzen nehmen sollten

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