Acht Öffi-Tipps für Seniorinnen und Senioren

Für Seniorinnen und Senioren sind die Öffis das perfekte Transportmittel, um die täglichen Wege in der Stadt zurückzulegen. Damit die Fahrt so angenehm wie möglich wird, sind Haltestellen, Stationen und Fahrzeuge mit einigen nützlichen Funktionen ausgestattet.

Seniorinnen und Senioren sind wie auch Kinder eine Fahrgastgruppe mit besonderen Bedürfnissen. Viele der Einrichtungen in den Öffis nutzen allen Fahrgästen, doch manche sind speziell auf sie zugeschnitten. Wir haben einige Tipps zusammengetragen, wie Seniorinnen und Senioren stressfrei unterwegs sein können.

Wir haben Ihnen einen Sitzplatz reserviert

In allen Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen stehen Sitzplätze zur Verfügung, die bei Bedarf für spezielle Fahrgastgruppen reserviert sind. Auf Schwangere, Eltern mit Kindern, ältere Personen oder Menschen mit Beeinträchtigung wird hier besondere Rücksicht genommen. Die Plätze sind mit Piktogrammen gekennzeichnet und befinden sich in der Nähe der Türen. So kann das Ein- und Aussteigen zügig stattfinden. Ebenso befinden sich in Bim und Bus bei diesen speziellen Sitzen Aufstehhilfen.

Diese Piktogramme weisen auf reservierte Sitzplätze hin

Auf Nummer sicher! Einsteigen bei der ersten Tür

Der Aufenthalt einer Straßenbahn in der Haltestelle kann sehr kurz sein. Wer sichergehen will, dass genug Zeit zum Einsteigen bleibt, kann den vordersten Einstieg nutzen. Dieser wird vom Fahrer oder der Fahrerin bedient, die diese Tür immer besonders im Blick haben. Die erste Tür in den alten Hochflurmodellen schließt sich nie automatisch und bietet so immer genug Zeit, um in die Straßenbahn einzusteigen. In Niederflurstraßenbahnen und Bussen kann der Fahrer oder die Fahrerin die erste Tür per Knopfdruck offen halten. In der U-Bahn gibt es keinen speziellen Einstieg, der länger offen bleibt.

Hinter dem Blindenleitsystem kann nichts passieren

An allen U-Bahnsteigen gibt es eine gelbe Sicherheitslinie. Diese verläuft entlang der Bahnsteigkante. Wer sich so nah am Gleis unsicher fühlt, kann sich am Blindenleitsystem orientieren. Dieses ist deutlich weiter von der Bahnsteigkante entfernt als die gelbe Linie. Wer dahinter bleibt, kann nicht auf die Gleise stürzen, wenn er oder sie stolpert.

Hinter dem Blindenleitsystem kann nichts passieren, wenn Sie stolpern.

Drücken Sie die blaue Taste

In Bussen befindet sich bei den reservierten Sitzplätzen eine runde blaue Taste. Wenn diese gedrückt wird, gibt der Fahrer oder die Fahrerin bei der nächsten Haltestelle besonders darauf acht, ob Seniorinnen und Senioren aussteigen wollen, und hält die Türen bei Bedarf länger offen.

Wenn Sie auf die blaue Taste drücken, signalisieren Sie, dass Sie beim Aussteigen eventuell etwas mehr Zeit benötigen.

Mit dem Aufzug sicher aus der U-Bahn-Station

Um aus der U-Bahn wieder auf die  Straßen zu kommen, ist der Aufzug für Seniorinnen und Senioren die beste Möglichkeit und sorgt für Barrierefreiheit. Damit die Aufzüge eine Verfügbarkeit von weit über 90 Prozent aufweisen können, müssen sie regelmäßig gewartet werden. Während der Wartung steht der Aufzug nicht zur Verfügung. Den aktuellen Status aller Anlagen kann man hier auf der Website abfragen. Alternativ stehen die festen Stiegen zur Verfügung. Achtung beim Fahren mit Rolltreppen: Bitte stehen sie rechts und halten Sie sich fest, um einen Sturz zu vermeiden.

Nutzen Sie die Notrufstelle

Unser Service- und Sicherheitsteam ist im U-Bahn-Netz unterwegs und steht Ihnen jederzeit zur Verfügung. Auch im leeren U-Bahn-Waggon oder am Bahnsteig sind Sie nie allein. Es gibt in jeder Station und in den Fahrzeugen Notsprecheinrichtungen. Im Fahrzeug stellen sie eine Sprechverbindung zum Fahrer oder der Fahrerin der U-Bahn her. Wenn Sie den Notruf am Bahnsteig betätigen, werden Sie mit einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin der Leitstelle verbunden. Hier gilt ganz klar: „Im Zweifelsfall ist es ein Notfall."

So bekommen Sie rasch Hilfe

Für Seniorinnen und Senioren gibt es ermäßigte Tickets

Sind Sie mindestens 63 Jahre alt (Stand 2018), können Sie vergünstigte Tickets für Seniorinnen und Senioren kaufen. Die Einzelfahrt kostet derzeit 1,50 Euro. SeniorInnen-Jahreskarten sind für 235 Euro erhältlich. Fahrscheine können Sie in Trafiken, bei Ticketautomaten in jeder U-Bahn-Station, am Automaten in Straßenbahnen, bei den Vorverkaufsstellen. im Online-Ticketshop und in der WienMobil-App kaufen. Wenn Sie mit dem Bus unterwegs sind, beachten Sie bitte, dass seit Jahresbeginn 2018 von den BusfahrerInnen keine Fahrscheine mehr verkauft werden. Die Automaten in den U-Bahn-Stationen sind auch spätabends, am Wochenende und an Feiertagen in Betrieb, wenn Trafiken und Vorverkaufsstellen geschlossen sind. Hier erhalten mehr Infos zu den Änderungen seit Jahresbeginn 2018

Kurse und Sicherheitsworkshops

Die Wiener Linien bieten regelmäßig Schulungen zur Sicherheit in den Öffis an. Unser ExpertInnen-Team ist ständig in ganz Wien unterwegs. Informationen zur Anmeldung und Termine finden Sie auf unserer Website.

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Kommentare (4)

  • Es ist sehr erfreulich, dass die Wiener Linien an die SeniorInnen denken. Unverständlich ist allerdings, dass auf der Linie 60, die zum Orthopädischen Spital fährt, noch immer viel zu viele alte Garnituren mit hohen Stufen eingesetzt werden!
    Mit freundlichen Grüßen
    Brigitte Zelger

    • Hallo, wir schaffen laufend neue Niederflurfahrzeuge an, jedoch dauert die 100% Umstellung noch etwas. Jedes Jahr kommen rund 20 neue Niederflur-Bims dazu und ersetzen ältere Fahrzeuge. Nachdem Wien aber das sechstgrößte Straßenbahnnetz der Welt hat, und unsere Flotte über 500 Straßenbahnen umfasst, dauert die Umstellung auf einen reinen Niederflurbetrieb noch einige Jahre. Wir versuchen die Niederflurfahrzeuge gerecht im gesamten Netz zu verteilen. Vor kurzem wurde die neue Straßenbahn für Wien, der Flexity, an uns überstellt und zieht schon seine ersten Testrunden.

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