Donauinselfest: Drei Tage Dauereinsatz

Rund um das Donauinselfest sind die Wiener Linien im Großeinsatz, um die Festgäste sicher und im Minutentakt auf die Insel und wieder heim zu bringen.

Auf geht’s, ab geht’s, drei Tage wach. Mehr als 600 MitarbeiterInnen der Wiener Linien arbeiten am Donauinselfest von Freitag bis Sonntag im Schichtdienst rund um die Uhr. Die Stationsaufsicht „Neue Donau“ wird während des Donauinselfests zum Speisesaal, Wohnzimmer und Pausenraum. Am Schweinsbratenbuffet stärken sich Sicherheitspersonal und ServicemitarbeiterInnen ebenso wie die Polizei. Eine gute Unterlage schadet vor langen Nächten nie.
Die U6 fährt während des Donauinselfests im Dreiminutentakt auf die Insel.

Drei Tage Donauinsel

18 Uhr, Besprechung für die Spätschicht. Herbert Hartenthaler brieft sein Team bei der U6-Station "Neue Donau". Seit neun Jahren hat er beim Donauinselfest Dienst. Auf den U-Bahn-Stationen rund um die Donauinsel sind alle Bahnsteige mit ServicemitarbeiterInnen besetzt, um die BesucherInnen zu den richtigen Ausgängen zu leiten und als AnsprechpartnerInnen zur Verfügung zu stehen. Hartenthaler selbst wird einige Schichten auf dem Bahnsteig der Station Neue Donau verbringen. Während der langen Nächte am Bahnsteig hilft auch eine ordentliche Portion Schmäh, um die Massen bei Laune zu halten und sicher nach Hause zu leiten.
Seit einem Jahrzehnt ist Herbert Hartenthaler beim Donauinselfest im Einsatz.

Mit der U-Bahn rasch und sicher wieder nachhause

Bis zu drei Millionen Menschen besuchen während drei Tagen die Donauinsel. Den ganzen Tag über bringen die U1 und die U6 die Partygäste im Dreiminutentakt auf die Insel. Die größte Herausforderung ist es aber gar nicht, die Wienerinnen und Wiener zum Donauinselfest zu bringen, sondern sie wieder von der Insel runterzubekommen. Wenn Zehntausende nach dem Ende eines Konzerts quasi gleichzeitig in die U-Bahn einsteigen wollen, ist der Andrang nur mit Blockabfertigung und einem ausgeklügelten Plan zu bewältigen: Bei der Neuen Donau werden Fahrgäste nur in den vorderen Teil des U6-Zugs gelassen, bei der Station Handelskai wird der hintere Teil des Zugs befüllt. So verhindern wir, dass bereits volle Züge am Handelskai ankommen und sich Staus am Bahnsteig bilden.

Donauinselfest: Die Welle für die U-Bahn

Alleine auf den U-Bahn-Linien U1 und U6 sind im Abendverkehr statt der üblichen 21 Züge 47 Züge im Einsatz. Im Vergleich zu einem normalen Wochenende sind also mehr als doppelt so viele Zuggarnituren unterwegs. Den Dreiminutentakt halten die U-Bahn-Linien bis rund 2 Uhr früh ein. Danach verlängern sich die Intervalle Schritt für Schritt, bis sie wieder den gewohnten 15-Minuten-Takt der Nacht-U-Bahn erreichen. Auch die Straßenbahnlinien rund um die Donauinsel fahren in dichteren Intervallen. Insgesamt erreicht etwa alle 30 Sekunden ein Wiener-Linien-Fahrzeug die Donauinsel. Um den dichten Takt gut einzuhalten und den reibungslosen Ablauf in den Stationen zu garantieren, sind alles in allem fast 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf und um die Donauinsel im Einsatz.

Betriebsschluss

Nach zwei Tagen mit Dreiminutentakt bis spät in die Nacht ist Sonntag, am letzten Donauinselfesttag, normaler Betriebsschluss. Die Stationsaufsicht wird aufgeräumt, die letzten Reste vom Schweinsbratensemmerlbuffet für daheim eingepackt. Und am Montag kurz vor 5 Uhr früh geht der normale Betrieb wieder los.
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