Viele Eltern mit Kinderwagen setzen auf die Öffis. Wir haben einige Tipps für sie.

Stressfrei unterwegs mit dem Kinderwagen

Viele Eltern mit Kinderwagen setzen auf die Öffis. Damit Sie möglichst stressfrei mit uns unterwegs sind, haben wir Tipps und einige wichtige Hinweise zusammengestellt.

Noch bevor der Nachwuchs da ist, investieren werdende Eltern viel Zeit in den Kauf des Kinderwagens. Sie überlegen genau, welcher der geeignete für ihr Kind ist. Immerhin gibt es unzählige Designs und verschiedenen Typen. Da fällt die Entscheidung schwer.

Viel zu häufig vergessen die Eltern allerdings, sich Gedanken über die Maße des Kinderwagens zu machen. Aber gerade überbreite Kinderwagen stellen unser Fahrpersonal in Bim und Bus vor Probleme. Wer bequem mit den Öffis unterwegs sein will, kauft einen Kinderwagen mit maximal 61 Zentimeter Breite. Breitere Kinderwägen bereiten teilweise Schwierigkeiten beim Einsteigen und brauchen im Fahrzeug viel Platz. Ist der richtige Kinderwagen gekauft, steht der Öffi-Tour mit dem Nachwuchs nichts mehr im Weg.

Hohe Barrierefreiheit im Öffi-Netz

Alle unsere U-Bahnstationen sind barrierefrei. Sie sind also entweder mit einem Aufzug oder einer Rampe ausgestattet. Die Benützung der Rolltreppen ist mit Kinderwagen verboten, da Sturzgefahr besteht.

Sticker an den Aufzügen weisen darauf hin, welche Personengruppe Vorrang haben.
Sticker an den Aufzügen weisen darauf hin, welche Personengruppe Vorrang haben.

Eltern mit Kinderwagen, RollstuhlfahrerInnen, Ältere und andere Personen, die auf den Aufzug angewiesen sind, haben bei der Benützung Vorrang. Sticker weisen direkt vor Ort darauf hin. Leider wird der Vorrang manchmal von anderen Fahrgästen ignoriert. In solchen Fällen sprechen Sie diese bitte direkt darauf an.

Wir müssen unsere Aufzüge regelmäßig warten und manchmal auch reparieren. Daher können die Anlagen auch außer Betrieb sein. Den aktuellen Status finden Sie auf unserer Website oder in unserer App qando. Ist der Aufzug, den Sie benötigen, außer Betrieb, können Sie so bereits vor Fahrtantritt eine alternative Route einplanen.

Unterwegs mit U-Bahn, Bim und Bus

Auch unsere U-Bahn-Züge und Busse sind barrierefrei. Seit einigen Jahren erneuern wir den Straßenbahn-Fuhrpark. Sukzessive werden die Hochflur-Bims von Niederflurfahrzeugen ersetzt. Das sind einerseits die ULF, andererseits sind ab Ende 2018 auch die neuen Flexity in Wien unterwegs.

U-Bahnen und Busse sind bereits alle barrierefrei.
U-Bahnen und Busse sind bereits alle barrierefrei.

Um die Wartezeiten auf eine barrierefreie Straßenbahn zu verringern, empfehlen wir vorab auf unseren Abfahrtsmonitor oder unsere Öffi-Apps WienMobil und qando zu schauen. Die ULF sind mit einem Rollstuhlsymbol markiert. Auch die Fahrgastinformationsanzeigen in den Haltestellen zeigen mit einem kleinen Rollstuhlsymbol an, ob das nächste Fahrzeug ein ULF ist.

Bei der richtigen Türe einsteigen

Beim Einsteigen gibt es ebenfalls einige Dinge zu beachten. Bei den älteren Straßenbahnen steigen Sie bitte immer bei der ersten Türe ein. Unser Fahrpersonal ist gerne beim Einsteigen behilflich. Dazu machen Sie bitte kurz auf sich aufmerksam. Die FahrerInnen sind aber nicht dazu verpflichtet zu helfen. Am besten Sie fragen auch andere Fahrgäste um deren Hilfe.

Die Hochflurbims werden sukzessive von barrierefreien Straßenbahnen ersetzt.
Die Hochflurbims werden sukzessive von barrierefreien Straßenbahnen ersetzt.

Beim ULF finden Eltern für den Kinderwagen bei allen Türen Platz. Nur die erste und letzte Türe müssen aus Platzgründen freihalten werden. Im Bus steht bei der zweiten Türe ein Kinderwagen-Platz zur Verfügung. Obwohl unsere Busse bereits eine niedrige Einstiegshöhe haben, können sie durch ein Hydrauliksystem noch weiter abgesenkt werden. Pro Bus dürfen aus Sicherheitsgründen aber maximal zwei Kinderwägen oder ein Kinderwagen und ein Rollstuhl transportiert werden.

 

 

Piktogramme zeigen die richtigen Türen für Kinderwägen an.
Piktogramme zeigen die richtigen Türen für Kinderwägen an.

Egal, mit welchem Fahrzeug Sie unterwegs sind, bei allen gekennzeichneten Türen finden Sie Abstellplätze für den Kinderwagen. Normalerweise werden diese Bereiche von Fahrgästen freigehalten. Sollte das einmal nicht der Fall sein, bitte einfach freundlich darauf hinweisen. An diesen Plätzen finden Sie auch Haltegurte, um den Kinderwagen zu fixieren.

Gute Fahrt!

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Kommentare (14)

  • alles gut und schön, 1. kauft man den kinderwagen nicht nach dem bus…. 2. wenn im bus schon 2 kinderwagen sind muss sich nicht auch noch eine dritte reindrängen und alle böse anschauen weil man sich einfach nicht auflösen kann, wenn ich um 4 uhr aufsteh brauch ich kleinen sitzplatz beim heimfahren aber auch keine solchen unmöglichen mütter, wenn ich mit meinem kleinen enkel und wagerl unterwegs bin dräng ich mich auch nicht rücksichtslos rein, es kommt in ein paar minuten wieder ein bus…… bissi weniger egoismus wär mal schön und die leute erst mal aussteigen lassen und dabei nicht draussen vor der tür picken….. das ist der alltag leider

  • Danke liebe Wr. Linien, ich finde das klappt in Wien alles großartig, kein Vergleich zu anderen Großstädten – großes Lob an euch! Ich hätte allerdings noch eine Frage: Wo sehe ich denn in der Android qando Routenplanung, ob es sich um einen ULF handelt? Bisher hab ich das noch nicht entdeckt, könnte man das direkt bei den Routenvorschlägen markieren? Danke im Voraus!

    • Hallo, danke fürs Lob!. Wenn eine Route vorgeschlagen wird, kann man direkt auf die entsprechende Linie klicken. Rechts am Rand ist dann ein rundes Uhren-Symbol. Bitte da drauf klicken, dann sieht man direkt die nächsten Niederflurbims in der Auflistung.

  • Sehr informativer Beitrag, danke dafür! Kann nur empfehlen, mal das BVG Fahrtentraining zu absolvieren. Dort wird auch erklärt, wie man sich sicher im Bahnverkehr bewegt. Sehr hilfreich! LG Olaf

  • Nachstehender Beitrag ist entbehrlich, da er es dem Fahrer freilässt, die Hilfe zu verweigern: “Bei den älteren Straßenbahnen steigen Sie bitte immer bei der ersten Türe ein. Unser Fahrpersonal ist gerne beim Einsteigen behilflich. Dazu machen Sie bitte kurz auf sich aufmerksam. Die FahrerInnen sind aber nicht dazu verpflichtet zu helfen.“

    Wie ein Fahrer an der Haltestelle Rodaun bewies, liess er eine Mutter mit Kinderwagen lieber nicht aussteigen, so dass sie eine Station weiter fahren musste bis ein Kind zustieg und ihr beim aussteigen half. Dieser Fahrer sonnt sich offenbar noch darin, dass er sich unsozial und unsolidarisch verhalten darf. Der Herr von der Beschwerdestelle gab dem Fahrer übrigens Recht. Die diesbezügliche Debatte auf Facebook errinnert mich an die Polarisierungen der FPÖ. Mütter mit Kleinkinder sollen halt zuhause am Herd bleiben, dann habens auch keine Probleme…..

    • Hallo, die FahrerInnen sind nicht verpflichtet Kinderwagen rein- und rauszuheben. Machne der KollegInnen dürfen mitunter wegen gesundheitlicher Beschwerden nicht schwer heben. Abgesehen davon dauert das dann auch immer länger, da das Fahrzeug erst gesichert werden muss bis ein/e MitarbeiterIn beim Kinderwagen behilflich sein kann. So etwas kann dann leider schnell zu Verspätungen führen. Da ist es eine große Hilfe, wenn andere Fahrgäste beim Ein- und Aussteigen behilflich sind.

  • Interessante Antwort. Der zitierte Fall handelte mE von der Haltestelle Rodaun. Dort stehen die Garnituren mehrere Minuten, bis sie weiterfahren und die Fahrer verlassen in der Regel das Führerhaus. Ich kann nicht beurteilen, ob der Fahrer ein Gebrechen hatte, dass ihn zwar Dienst verrichten lässt, aber verbietet, einer Mutter mit dem Kinderwagen beim Aussteigen zu helfen. Gut, dass an der nächsten Station ein Kind zustieg und half…sonst sässe die Mutter wohl jetzt noch in der Strassenbahn.

    In Zukunft sollten die Wiener Linien ihre AP erweitern so dass man abfragen kann, ob eh auch andere Fahrgäste zusteigen . Ein tolles Serviceunternehmen der Stadt Wien.

  • Heute 31.8.17 17:45 Linie 26 Richtung Strebersdord waren 8 Kinderwägen in der Bim. Ich dachte die dürfen nur dort stehen, wo die orange Schlange, zur Befestigung, vorhanden ist stehen. Links und Rechts vom An und Ausstieg standen Kinderwagen. Und das ist jetzt schon fast täglich. Man kann weder Aus noch Einsteigen, und wenn man was sagt, wir man gleich Beschimpft.(dafür können Sie nichts) Kann ich den Fahrer darauf ansprechen, das die Kinderwägen in weg ungesichert in Weg stehen. Oder dürfen die alles.

    • Hallo Susanne, acht Kinderwägen sind eindeutig ein paar zu viel. In unseren Fahrzeugen gibt es eigene Abstellplätze für Kinderwägen, im Bus und Bim kann man sie noch extra sichern, damit nichts schlimmes bei einer Notbremsung passiert.

  • Hallo liebe Wiener Linien!
    Am 10.9.17 um 19.35 wollte ich mit Kinderwagen bei der Station strozzigasse in den 46er Richtung Ottakring einsteigen (Hinten auf der Garnitur stand Nummer 91). Bei Grün ging ich über die Straße direkt vor der Bim auf den Gehsteig. Die erste Tür war offen und eine andere Person stieg ein. Ich ging zur zweiten Tür, wie oben beschrieben soll ja die erste frei gehalten werden, und drückte. Die Tür ging nicht auf und die Bim fuhr davon. Auch ein anderer in der Bim versuchte zu drücken um mir die Tür aufzumachen- vielen dank dafür. Beim wegfahren merkte ich mir die Nummer 91- kann ich irgendwie herausfinden welcher Fahrer das war? Ich werde auch nochmal ein Beschwerde Email verfassen.
    Mit verärgerten Grüßen

    • Nein, keinesfalls 🙂 Es geht nur darum, dass man mit einem breiten Kinderwagen (der über 61cm breit ist) z.B. nicht in unsere älteren Bim-Modelle einsteigen kann. Bei Niederflurfahrzeugen ist das natürlich kein Problem. Daher der Tipp für werdende Eltern, die noch keinen Kinderwagen gekauft haben, auch auf die Breite des Wagens zu achten, wenn man damit auch in den Öffis unterwegs sein will.

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