Manchmal passiert es, dass sich Tiere unser Netz verirren.

Tierische Begegnungen in den Öffis

Ob Schwan, Falke oder Schäferhund: immer wieder verirren sich Tiere in unsere Anlagen – oder auf Gleise. Das sorgt für „tierische“ Verspätungen.

Tiere in unserem Öffi-Netz sind keine Seltenheit. Meist handelt es sich um Tauben, die seelenruhig auf dem Stationsdach sitzen. Doch manchmal kann es auch passieren, dass die tierischen Besucher Verzögerungen verursachen. Das ist ärgerlich, aber die Sicherheit von Mensch und Tier geht immer vor.

Unsere Linien U6 und U2 entlang der Donau sind ein beliebtes Ausflugsziel von Wasservögeln. Nicht selten erreicht uns die Nachricht, dass sich ein Schwan im Gleis befindet. In den meisten Fällen schaffen es Schwäne nicht mehr alleine wegzufliegen. Der Grund dafür ist die Weite ihrer Flügelspanne. Das kann dazu führen, dass unsere U-Bahn-FahrerInnen ihre Fahrt "mit Ersatzsignal", also langsamer und mit besonderer Vorsicht fortführen müssen. In manchen Situationen muss sogar der Betrieb eingestellt werden, bis der Schwan gerettet wird. Einen Vogel einzufangen ist allerdings gar nicht so einfach. Das haben einige unserer MitarbeiterInnen am eigenen Leib erfahren.

Who let the Dogs out?

Unglücklicherweise kann es auch vorkommen, dass sich Hunde auf unsere Gleise verirren. Um die Sicherheit des Tiers zu gewährleisten, wird der Notstopp betätigt und unsere StationswartInnen bemühen sich, den Vierbeiner unverletzt zu bergen. Aber auch in Bus und Bim fühlen sich Hunde wohl. Zwei Geschichten möchten wir Ihnen nicht vorenthalten:

Ein Buslenker der Linie 38A entdeckte auf der Straße einen herrenlosen Hund, woraufhin er seinen Bus anhalten musste. Als er die Bustür öffnete, um nach dem Hund zu sehen, sprang dieser hinein. Trotz aller Mühe wollte der Vierbeiner das Fahrzeug nicht mehr verlassen. Was tun? Schließlich wurde der Vierbeiner bis nach Heiligenstadt mitgenommen, wo ihn MitarbeiterInnen der Funkstreife einem Kollegen übergaben. Der Hund verweilte bei ihm, bis seine Besitzerin eintraf.

Ein weiteres Mal fuhr ein Hund seinem Herrchen mit der Straßenbahn entgegen. Dem Fahrer der Linie 40 wurde ein herrenloser Hund im Fahrgastraum gemeldet. Der Mitarbeiter sicherte das Fahrzeug und machte sich auf die Suche nach dem Tier. Tatsächlich entdeckte er den Vierbeiner und übergab ihn seiner Kollegin, die im Folgezug wartete. Diese brachte den Hund sicher zur Station Gersthof, wo sein Besitzer bereits wartete.

Ein auf den Gleisen verirrter Hund wurde von unserem Einsatzleiter zurück zur Station gebracht.
Ein auf den Gleisen verirrter Hund wurde von unserem Einsatzleiter zurück zur Station gebracht.

Die Katze im Koffer

Gelegentlich machen es sich auch Katzen bei uns gemütlich. So wurde einst ein Kätzchen ohne Aufsichtsperson im 40A gesichtet. Der Lenker hielt den Bus an und wartete auf die verständigte Tierrettung. Nachdem das Tier übergeben wurde, konnte die Fahrt fortgesetzt werden.

Etwas ungewöhnlicher gestaltete sich der Arbeitstag eines U2-Fahrers. Ein Fahrgast meldete, dass sich in seinem Zug ein herrenloser Koffer befand. Daraufhin hielt der Fahrer in der Station Aspernstraße Umsicht. Als er den Koffer fand, brachte er ihn mit seinem Zug zur Station Stadion, wo ihn die Stationsaufsicht übernahm. Es stellte sich heraus, dass sich in dem Koffer eine Katze befand, welche gerade Junge bekommen hatte! Die junge Katzenfamilie wurde von der Tierrettung abgeholt.

Sogar ein Falke und eine Fledermaus verirrten sich schon bei uns im Stationsgebäude.
Sogar ein Falke und eine Fledermaus verirrten sich schon bei uns im Stationsgebäude.

Die Geisterkatze in der Rolltreppe?

Aber nicht nur auf den Gleisen und in den Fahrzeugen kommt es zu tierischen Zwischenfällen – auch auf unseren Rolltreppen. Anfang des Jahres meldeten mehrere Fahrgäste bei der Stationswartin, dass die Rolltreppe „miaut". Daraufhin wurde diese außer Betrieb genommen und Störtafeln aufgestellt. MitarbeiterInnen hielten bei der Rolltreppe nach einer Katze Ausschau - ohne Erfolg, von einer Katze keine Spur...

Also, falls Sie sich das nächste Mal fragen, warum die U-Bahn einen längeren Aufenthalt in einer Station hat: es könnte an einem unserer tierischen Gefährten liegen 😉

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