Zielanzeige der U1 nach Oberlaa.

So grün ist die rote Linie

Seit der Verlängerung nach Oberlaa am 2. September 2017 ist die U1 mit 19,2 Kilometern die längste U-Bahn-Linie der Stadt. Das Thema Nachhaltigkeit ist dabei nicht nur vor und während, sondern auch nach den Bauarbeiten ganz wesentlich. Wir haben uns die „grüne Seite“ der roten Linie näher angeschaut!

Wer in die Öffis umsteigt, verkleinert seinen ökologischen Fußabdruck maßgeblich. Doch nicht nur unsere Fahrgäste übernehmen Verantwortung, auch wir legen bei jedem Bauprojekt größtes Augenmerk auf umweltbewusste Maßnahmen. Hier 7 "green facts" zur U1-Süd:

1. Weniger CO2 dank U1

U-Bahn-fahren ist nicht nur bequem, sondern auch gut für unsere Umwelt. Die U1-Verlängerung macht die Öffis für noch mehr Wienerinnen und Wiener attraktiv und sorgt dafür, dass das Auto öfter in der Garage bleibt. Dadurch reduziert sich der jährliche CO2-Ausstoß in Wien um rund 14.600 Tonnen. Und schnell ist‘s obendrein: Nach dem Plantschen im Oberlaaer Thermalwasser geht’s in gerade einmal 15 Minuten bis zum Stephansplatz in die City. Wer da noch mit dem Auto fährt, ist selber schuld. 🙂

2. Es grünt so grün

Statistisch gesehen kommen auf jede Wienerin und jeden Wiener 120 Quadratmeter Grünfläche. Damit das nicht nur so bleibt, sondern noch mehr wird, steht die Begrünung nach den abgeschlossenen Bauarbeiten ganz oben auf unserer To-do-Liste. Entlang der neuen U1 Linie wurden nicht weniger als 57 % der Dachflächen von Stationsgebäuden sowie der Abstell- und Revisionshallen begrünt.

Bauarbeiten im Zuge der U1-Verlängerung.

3. Wir recyceln alles!

Die Materialien der V-Züge werden nach ihrer aktiven Zeit bis zu 90 % wiederverwendet. Aber auch ausgemusterte Schienen bekommen bei uns eine zweite Chance. Leisteten sie früher auf der Linie 67 gute Dienste, wurden sie für Arbeiten unterhalb der neuen U-Bahn-Schienen eingesetzt. Gebrauchte Eisenstromschienen von der U4 fanden in den Abstellhallen ein neues „Betätigungsfeld“.

4. Der Letzte macht das Licht aus...

In den fünf neuen U1-Stationen ist es nicht ganz so schlimm, wenn der Lichtschalter einmal nicht gedrückt wird! Durch den Einbau von mehr als 8.370 LED-Leuchten entlang der Strecke und in den Stationen werden trotz doppelter Beleuchtungsstärke pro Station etwa 85 MWh eingespart - so viel Energie benötigen in Österreich im Durchschnitt zehn fünfköpfige Familien im Jahr!

5. An allen Ecken und Enden sparen wir Energie

Wer billig baut, baut teuer! Alternative Energieversorgung ist nicht für Häuslbauer ein Thema. Bei einigen der neuen Stationen wird etwa die Abwärme (u.a. Troststraße und Oberlaa) zur Energieversorgung herangezogen. Die Station Altes Landgut wird mittels Erdwärmeanlage versorgt. Bis zu 60 % des üblichen Stromverbrauchs kann so reduziert werden. Mehr Infos dazu gibt es hier.

Ventilatoren sorgen für frische Luft in den Stationen.

6. Jede U-Bahn-Fahrt liefert Strom

Wir sind nicht nur bei den Arbeiten rund um den Netzausbau, sondern auch bei den Garnituren immer auf dem neuesten Stand der Technik. Deshalb zahlt sich auch jede einzelne U-Bahn-Fahrt gleich mehrfach aus. So wird der beim Bremsen der V-Züge erzeugte Strom automatisch ins Stromnetz rückgespeist und der Energieverbrauch erheblich gesenkt. Umweltfreundlicher und energieeffizienter geht’s kaum!

7. Schutz für unsere tierischen Nachbarn

Wir haben ein großes Herz für Tiere. Für die Feldhamster vom Verteilerkreis Favoriten wurde deshalb vor Beginn der Bauarbeiten ein (wissenschaftlich begleiteter) Umzug in den angrenzenden Volkspark organisiert. Für die gefiederten Freunde sorgt gestreiftes Vogelschutzglas im Bahnsteigbereich oberirdischer Stationen für noch mehr Sicherheit.

In den oberirdischen Stationen wurde gestreiftes Vogelschutzglas eingesetzt.

Factbox U1 Süd

Bauzeit: 03/2012 bis 09/2017
Kosten: 600 Millionen Euro
Einzugsgebiet: 50.000 FavoritnerInnen
Länge: 4,6 Kilometer
5 neue Stationen: Troststraße, Altes Landgut, Alaudagasse, Neulaa, Oberlaa

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