Sujet der U-Bahn-Stars, bunte Silhouetten von MusikerInnen

Sieben Sachen zu den U-Bahn-Stars

Was in anderen Großstädten wie z.B. London schon zum Öffi-Alltag gehört, wird bald auch in Wien Realität: Bühne frei für die U-Bahn-Stars

1. StraßenmusikerInnen in der U-Bahn? Warum denn das?
Gemeinsam mit der Öffi-Stadträtin Ulli Sima haben wir uns Großstädte wie London oder New York als Vorbild genommen und wollen auch in Wien StraßenmusikerInnen die Chance geben, vor einem großen Publikum zu spielen. Von uns kommt nur eine Vorgabe, der zeitliche Rahmen.

2. Warum darf nicht einfach jeder spielen, warum ein Casting?
Profimusiker oder Autodidakt, jeder der sich bewirbt hat die Chance, einer der U-Bahn-Stars zu werden. Wir sehen es auch als Chance für MusikerInnen, ihren Bekanntheitsgrad zu steigern. Die Fachjury sucht die ersten sieben U-Bahn-Stars aus. Dann sind die Fahrgäste dran: Durch ein Online-Voting kann jedeR die letzten sieben U-Bahn-Stars ermitteln.

3. Und warum gibt’s keine Gage?
Es geht hier nicht um eine Dienstleistung für die Wiener Linien – wir stellen gerne den Platz zur Verfügung, aber es geht um Straßenmusik, nicht um einen bezahlten Gig. Das bedeutet: freiwillige Spenden der Fahrgäste sind möglich (und bei zehntausenden Fahrgästen auch zu erwarten) – aber dass ein Verkehrsunternehmen Straßenmusikern Geld zahlt, gibt es nirgends auf der Welt. Jedoch haben wir uns für die ersten U-Bahn-Stars etwas einfallen lassen. Da dieses Pilotprojekt ebenso einzigartig und neu in unserm Netz ist, wie die Verlängerung der U1, wollen wir die ersten U-Bahn-Stars einladen, beim großen Eröffnungsfest am 2. September live on Stage aufzutreten – mit fixer Gage.

4. Warum 10 Euro Bearbeitungsgebühr?
Die 10 Euro „Bearbeitungsgebühr“ dienen der Fairness. Wir wollen natürlich, dass die 14 ermittelten U-Bahn-Stars dann auch tatsächlich auftreten. Die Bearbeitungsgebühr wird auch nur von den tatsächlichen U-Bahn-Stars zu entrichten sein, nicht von allen, die zum Casting kommen. Und: sie wird nur einmal fällig, nicht pro Auftritt wie auf der Straße oder in anderen Städten.

5. Wie sollen MusikerInnen für die Sicherheit beitragen?
Wiens U-Bahn ist sehr sicher. Die U-Bahn-Stars sind ein Pilotprojekt, mit dem wir die Stationen noch freundlicher gestalten und auch in den Abendstunden beleben wollen. In Großstädten wie London oder New York gehören die U-BahnmusikerInnen mittlerweile zum täglichen Weg mit den Öffis dazu und erfreuen die Fahrgäste.

6. Sind die MusikerInnen oder die Musikinstrumente versichert? Wer zahlt die AKM? Und wie ist das mit den Rechten?
Weder die Musiker noch die Instrumente sind von unserer Seite aus versichert, so wie es bei allen StraßenmusikerInnen üblich ist. Etwaige AKM-Gebühren werden von uns übernommen und wir kümmern uns auch um die Abwicklung. Bildrechte und Co. brauchen wir nur dafür, um über die Aktion berichten zu können bzw. um JournalistInnen Material für Beiträge zur Verfügung zu stellen. Dabei geht es um kurze Ausschnitte. Das ist auch im Interesse der KünstlerInnen, weil es auch die Sichtbarkeit der Aktion erhöht.

Das sind die U-Bahn-Stars 2017

7. Und das habt ihr euch alles selbst überlegt?
Nö. Wir wollen eine faire Zusammenarbeit mit den StraßenmusikerInnen auf Augenhöhe, von der alle etwas haben. Deswegen haben wir uns noch in der Konzeptionsphase mit StraßenmusikerInnen ausgetauscht und setzen das Projekt auch gemeinsam mit dem Buskers Festival für Straßenkunst um.

Großstädte als Vorbild:

In anderen Großstädten gehören die „U-BahnmusikerInnen“ bereits zum täglichen Leben dazu. Viele von den KünstlerInnen haben schon eine eigene Fangemeinde, die extra zu den Auftritten kommt und für manche MusikerInnen war der Auftritt in den U-Bahn-Stationen auch ein Sprungbrett. Doch egal ob London oder New York einer Jury müssen sich in beiden Städten die MusikerInnen stellen um einen der begehrten Plätze zu ergattern. Hier ein kleiner Beitrag zum Casting für „Music under New York“:

Hier geht es zur Online-Bewerbung

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Kommentare (2)

  • Ja, das ist wieder eine geschmierte Sache wo nur bestimmte Musiker zum Zug kommen. Keine mit wirklich Talent oder toller Musik. Wiedermal nur Wiener BlaBla…. Schade dass das Publikum nicht mehr involviert wird. In London bestimmt das Geld der Fahrgäste wer spielt denn jemand der an die £300,- am Tag verdienen kann spielt. Die anderen haben eh keine Chance. Aber hier in Wien geht das nicht. Da werden die Straßenmusiker von der Polizei vertrieben. Auch wenns dem Publikum gefällt. Aber für so manche ist das das einzige Einkommen das sie haben…. und auch die Chance bei der Ubahn zu spielen wäre großartig aber durch die Wiener Beklemmung nicht möglich. Schade…. es gibt großartige Künstler in Wien wenn man nur mit offenerer Einstellung durchs Leben gehen würde und nicht immer nur an sich selbst denken würde!

    • Hallo Barbara, jeder konnte sich für die U-Bahn-Stars anmelden 😉 Einige Musiker werden von einer Fachjury ausgewählt, aber andere können dann auch vom Publikum gewählt werden. Also mach gern mit, wenn du mitbestimmen möchtest, wer dann in den Öffi-Stationen spielen darf.

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