Echte Männersache: Vereinbarkeit

Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird als „Frauenthema“ gesehen. Das ist es nicht. Sie ist eine Herausforderung , die uns alle betrifft – auch die Männer.

Der Frühling steht vor der Tür und damit auch der 8. März. Pflichttermin für viele, um der breiten Öffentlichkeit kundzutun, was sie bereits für uns Frauen erreicht haben. Vereinbarkeit von Beruf und Familie steht hier ganz oben auf der Liste der Erfolge. Gut so – aber es geht auch besser. Denn es ist Zeit, die viel diskutierte Vereinbarkeit als das zu betrachten, was sie ist: Eine Herausforderung, die uns alle betrifft – auch die Männer.

Das Ziel ist Halbe/Halbe 

Neben dem gesellschaftlichen Grundrauschen hat auch die Unternehmenskultur einen großen Einfluss darauf was geht und was nicht. Rücksichtnahme bei der Diensteinteilung, Nachtkindergarten, Ferienbetreuung und Elternkarenz richten sich bei den Wiener Linien deshalb bewusst nicht nur an ein Geschlecht. Auch in Führungspositionen sehen wir es gerne, wenn Männer wie Frauen in Karenz gehen. Ein Gewinn für sie persönlich und für uns. Denn von den Erfahrungen, die sie in dieser Zeit machen, profitieren sie auch beruflich: Belastbarkeit, flexible Problemlösungskompetenzen und Empathie sind nur ein paar der Qualitäten, die sie in dieser Zeit (weiter)entwickeln. Solche Rollenbilder machen Mut und sind wichtig für das Unternehmen. Das Ziel ist Halbe/Halbe und Vereinbarkeit für alle.

Kinder sind unsere Zukunft

Darüber besteht Einigkeit. Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen, wird trotzdem meist als „Frauenthema“ diskutiert: Das ist kein Zufall, entspricht es doch der Realität, die viele Paare leben, wenn Nachwuchs ins Haus steht. Rückläufige Geburtenraten, eine Bevölkerungspyramide, die auf dem Kopf steht und eine Generation, die das Vertrauen in das Pensionssystem langsam verliert, sind aber keine reinen „Frauenthemen“. Sie indirekt als solche zu behandeln, damit wird niemandem ein Gefallen getan.

Mag.a Alexandra Reinagl ist kaufmännische Geschäftsführerin der Wiener Linien.
Eine moderne Unternehmenskultur ist für die gebürtige Wienerin die Basis eines
familienfreundlichen und vielfältigen Unternehmens.
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