Die neue Bim für Wien ist modern und trotzdem im bekannten lieb gewonnenen Wiener Straßenbahn-Design gehalten

Flexity – Die neue Bim für Wien

Seit Oktober 2016 steht fest, wie die neue Bim für Wien aussieht. Robert Gradwohl, unser Projektleiter für den Flexity, dem neuen Wiener Bim-Modell, erzählt uns mehr darüber.

Der Fahrzeug-Hersteller Bombardier hat die europaweite Ausschreibung für die neuen Wiener Straßenbahnen für sich entschieden. Ab voraussichtlich Ende 2018 werden die ersten neuen Niederflurfahrzeuge des Modells Flexity durch die Donaumetropole fahren. Seit über 20 Jahren wächst die Zahl an Niederflurstraßenbahnen stetig. Der Flexity ist zu 100% barrierefrei und setzt diesen Weg fort, indem er in den nächsten Jahren sukzessive die letzten Hochflurmodelle  in unserem Netz, immerhin das sechtgrößte Straßenbahnnetz der Welt, ersetzt. Bis zu 156 Flexity-Straßenbahnen, aber jedenfalls 119, werden in den nächsten Jahren produziert.

So sieht die neue Straßenbahn für Wien aus

Seit Oktober 2016 steht fest, wie die neue Bim für Wien aussieht. Trotz ihres modernen Designs fügt sie sich sehr gut in das traditionelle und lieb gewonnene rot-weiße Wiener Straßenbahn-Design ein. Der Flexity Wien wurde für uns maßgeschneidert und wird auch im Bombardier-Werk-Wien Donaustadt gebaut. Der Flexity erfreut sich auch weltweit großer Beliebtheit. So rollen die Bims durch Metropolen wie Berlin, Brüssel, Marseille, Toronto oder Gold Coast in Australien.

Der Flexity bietet sehr viel Platz und damit natürlich auch Komfort

 

Projektleiter im Interview

Wir haben unseren Projektleiter für den Flexity, Robert Gradwohl, ein paar Fragen rund um die neue Bim für Wien gestellt. Er ist seit Beginn der Ausschreibung für die Beschaffung, die technische Ausstattung und das Design der neuen Straßenbahnen verantwortlich.

Robert Gradwohl, Projektleiter für den Flexity, im Interview

Was ist neu am Flexity?

Der Flexity bietet sehr viel Platz und damit natürlich auch Komfort. So haben wir jetzt z.B. zwei Rollstuhlplätze in jeder Bim, das ist um einer mehr als bisher. Aber auch unsere neuen Multifunktionsbereiche tragen sehr viel zum Komfort bei. Hier haben wir Platz für mehr Kinderwägen aber auch ein deutlich verbessertes Platzangebot für unsere Fahrgäste mit Gepäck.  Außerdem ermöglichen diese großzügigen Mehrzweckbereiche ein rasches Ein- und Aussteigen der Fahrgäste. Durch weniger Stau im Eingangsbereich haben wir kürzere Aufenthalte in den Haltestellen und pünktlichere Öffis. Das freut letztendlich alle Fahrgäste, aber auch unsere MitarbeiterInnen.

 

Apropos Komfort – wie sieht es mit den Sitzplätzen aus?

Beim Flexity ist für alle etwas dabei. Durch die flexible Innenraumgestaltung können wir auf viele Bedürfnisse eingehen. So haben wir klassisch Einzel- und Doppelsitze, aber auch sogenannte Mutter-Kind-Sitze. Das sind extrabreite Sitze, die sich international sehr bewährt haben. Sie bieten unseren jüngsten Öffi-Fahrgästen einen gemeinsamen Platz mit Mama oder Papa. Selbstverständlich sind sie auch für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste oder Personen mit Gepäck ein geeigneter Platz. Und dann haben wir noch Klappsitze, die bei Bedarf genutzt werden können. Nicht zu vergessen unsere zwei Rollstuhlplätze und die acht Kinderwagen-Plätze. Insgesamt bietet der Flexity Platz für bis zu 211 Personen. Und selbstverständlich ist der Flexity barrierefrei. Wir haben die Innengestaltung sehr intensiv mit BehindertenvertreterInnen entwickelt, um das Produkt auch in dieser Hinsicht bestmöglich zu gestalten. Mit einer Einstiegshöhe von 215 Millimetern wird Wien auch in Zukunft die weltweit niedrigste Einstiegshöhe bei Straßenbahnen bieten.

 

Der Flexity wird als besonders umweltfreundlich beschrieben, wie äußert sich das denn?

Hier setzen wir mit dem Flexity an vielen unterschiedlichen Punkten an. So sind z.B. die Klimaanlagen, mit denen alle Fahrzeuge ausgestattet sind, besonders ökologisch. Der Energiebedarf, den wir zum Heizen und Kühlen brauchen, richtet sich nach der Anzahl der Fahrgäste im Zug. Also, wenn weniger Fahrgäste in der Bim sind, müssen wir weniger Energie aufwenden. Alle neuen Straßenbahnen haben außerdem ausschließlich energiesparende LED-Lampen. Wie andere Fahrzeuge auch, ist der Flexity so konstruiert, dass Bremsenergie zurück in unser Netz gespeist wird und von anderen Fahrzeugen genutzt werden kann. Grundsätzlich brauchen die neuen Bims aber wegen ihres leichteren Gewichts weniger Energie beim Anfahren und beim Bremsen.

 

Wann ist es denn so weit, wann können auch Fahrgäste den Flexity nutzen?

Ein wenig müssen sich unsere Fahrgäste noch gedulden. Jetzt startet Bombardier erst einmal mit der Produktion der ersten Straßenbahnen. Anfang 2018 bekommen wir dann unsere erste Bim geliefert und diese muss natürlich auf Herz und Nieren getestet werden. Dann wird man den Flexity manchmal auch in freier Wildbahn sehen können, aber noch ohne Fahrgäste. Es gibt jede Menge Testfahrten im Netz, jede Steigung, jede Kurve muss er schließlich bewältigen können. Nach allen Tests und einer abschließenden Betriebsbewilligung rollt der erste Zug voraussichtlich Ende 2018 mit Fahrgästen durch Wien.

 

Vielen Dank für das Gespräch!

 

Hier noch ein kleiner Vorgeschmack auf Ende 2018, wenn der Flexity dann auch mit Fahrgästen im Netz unterwegs sein wird.

Alle Bilder und Video zum Flexity: © Bombardier Inc. or its subsidiaries. All rights reserved.

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Kommentare (49)

  • Hallo!! Ich habe einige technische Fragen an Sie.
    Ist der Zug mit Einzelradaufhängung und wie wird er Gesteuert? Wie viele Tonnen kommen auf ein Rad? Hat das Drehgestell 4 Räder oder nur 2 Räder? Hat er auch so viel Abnützung auf den Schienen, bei engen Kurven wie der ULF? Werden die Schienenbrüche und Zungenbrüche bei den Weichen weniger? Mit welchen Bremssand und wo wird dieser gefüllt? Im Bahnhof oder bei den Endstellen mit Sandkiste?
    Ich bitte um Antwort. Ich bin Mitarbeiter A. D. Hochachtung Walter

  • Warum wieder das billig aussehende plastic innendesign? So soll mann doch kein Wiener und Ausländische Gästen durch Wien fahren! Etwas deftiges werde schön.

    • Hier müssen wir auch an die Reinigung und an Schutz vor Vandalismus denken, daher die Entscheidung zu diesen Sitzen und Farben. Die Farben richten sich natürlich einerseits nach unseren Unternehmensfarben, aber auch nach Kriterien, wie etwa Barrierefreiheit. Gelbe Haltestangen z.B. sind besonders für Fahrgäste mit Sehbehinderung eine große Hilfe, da sie einen guten Kontrast bieten. Aber klar, Schönheit liegt natürlich im Auge des Betrachters.

  • Wird die Linienbezeichnung auch im hinteren Einstiegsbereich sichtbar sein?
    (an Doppelhaltestellen ist es jetzt oft schwer herauszufinden, welche Straßenbahn gerade vor einem steht)

  • Hat Flexity mehr oder weniger Siztplätze als die derzeitigen Niederfluhr-Straßenbahnen? Falls weniger: Gibt es ausreichend Halteschleifen, auch für kleinere Fahrgäste?
    Ich hatte gehofft, dass sich in der farblichen Ausstattung eine Weiterentwicklung ergibt. Das satte Gelb-Rot erinnert an die früheren McDonalds-Farben und ist einfach nur – pardon – scheußlich.

    • Die Sitzplätze sind ungefähr gleich viele. Im Flexity haben bis zu 211 Fahrgäste Platz, in den langen Ulfs (wir haben ja auch kurze Modelle) gibt es mittlerweile zwei Varianten, mit und ohne ausgebauten Sitzen im ersten und letzten Modul. Da hat der Flexity ein wenig mehr Sitzplätze dann. Aber es wir ausreichen Haltemöglichkeiten geben. Zur Farbgestaltung: Rot gehört zu unseren Unternehmensfarben und gelbe Haltestangen sind besonders für unsere sehbeeinträchtigten Fahrgäste wichtig. Gelb bietet hier einen besonders guten Kontrast, das hilft Menschen mit Sehschwäche. Aber klar, Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters 😉

  • Wieso brauchen Mütter mit Kindern breitere Sitze, wenn die Kinder auf den Schößen sitzen?
    Sind diese Sitze für Mütter mit ihren Kindern reserviert?
    Falls nicht, haben diese nicht viel davon.

    Als ich in Japan war, waren die Sitze alle quer zur Fahrtrichtung angeordnet. So konnten viel mehr Personen Platz finden. Warum sind die Sitze bei uns immer noch in Fahrtrichtung und wozu gibt es so viele Einzelsitze?
    Möchte man mehr Menschen in die Öffis holen oder doch wieder zum Autofahren bewegen?

    • Wir nennen sie zwar Mutter-Kind-Sitze, aber klar können diese auch von anderen genutzt werden. Sie sind sicherlich auch hilfreich für Fahrgäste mit Gepäck oder vielen Einkaufstaschen oder etwa mobilitätseingeschränkte Menschen, Jugendlichen, die gerne zusammensitzen und und und. Da gibts ganz viele Menschen, die diese nutzen können. In anderen Ländern sind diese Sitze schon weiter verbreitet und werden gut angenommen. Zu Japan: Achtung, nicht alle Fahrzeuge sind gleich, wenn du etwa die U-Bahn oder Yamanote-Linie in Tokyo meinst, das ist ja ein anderes Fahrzeug. Nicht überall ist es möglich so Sitze anzuordnen (rein technisch schon nicht). Aber wir haben uns beim Flexity klar für das flexible Innendesign entschieden, mit ganz vielen verschiedenen Sitzmöglichkeiten, so z.B. auch Einzel- oder Klappsitze. Für jeden etwas dabei, für die unterschiedlichsten Bedürfnisse 😉

  • Sind die neuen Strassenbahnen leiser, wenn sie um Kurven oder über Weichen fahren? Kommt Flexity ohne das quietschende Betriebsgeräusch aus?
    Den geräumigen Einstiegsbereich finde ich sehr gut!

  • Ich habe den Wiener Linien schon damals geschrieben, dass einfach zu wenig Plätze in den neuen Garnituren einkalkuliert werden.

    Die Stadt Wien besteht nun mal nicht nur aus Müttern, alten Leuten und Gebrechlichen, denen Vorrang gegeben wird. Auch der Durchschnittsbürger wird nicht Lust haben, ständig in der Straßenbahn zu stehen. Die Leute werden wohl auf die Ubahnen ausweichen.

    • Ende 2018, wenn der erste Flexity kommt, kannst du dich ja selbst davon überzeugen. Aber der Fahrgastfluss ist sehr wichtig für das Weiterkommen der Bim und dafür sind die geräumigen Einstiegsbereich auch ganz gut geeignet. Wenn de Bim nicht vom Fleck kommmt, hilft der schönste Sitz nichts 😉

  • Grundsätzlich ist mir die Farbgebung der Wiener Linien egal.
    Allerdings sollte diese – meiner Ansicht nach nicht ständig verändert werden. Es scheint, als ob jede neu Fahrzeugart jeweils mit eigen Farben produziert werden muss.
    Es wäre doch im Sinne eines einheitlichen Unternehmensbildes, hätten (irgendwann) alle Fahrzeuge (und die Fahrkarten, das Briefpapier u.s.w.) ein zusammenpassendes Design.
    So gibt es die Silberpfeile, die neuen U-Bahnen, die U6, alt und neu, ULF, Flexity – und nichts von Corporate Identity.
    Schade eigentlich?!

    • Innen passen wir bereits sehr viele Fahrzeuge an unsere bewährte Farbgebung (rot und gelb) an, da das für viele Fahrgäste, auch sehbehinderte Menschen, von Vorteil ist. Aber man darf ja auch dazulernen 😉 Wir haben gemerkt, das bestimmte Farben besser geeignet sind, um diese wieder zu reinigen, bzw. wieder wie neu aussehen zu lassen. Und dieses Know-How haben wir mit in die Gestaltung der neuen Bims mitgenommen.
      Zusätzlich sind das nicht alles die gleichen Hersteller, da gibt es immer ein paar Unterschiede. Aber Weiterentwickeln wollen wir uns trotzdem, auch wenn wir mit der Außen-Farbgebung des Flexity am traditionellen Rot/Weiß der Wiener Bims festhalten 😉

  • Leider viel zu wenig Sitzplätze. Es geht dann darum wer der schnellere beim einsteigen ist, der kann dann sitzen die anderen müssen dann stehen, egal wie gut sie noch auf ihren Beinen sind ( z. B. wenn man von aussen unsichtbare Schrauben in den Gelenken hat). Schlimm.
    Der das nicht kennt, also davon nicht betroffen ist, der kann sich das nicht vorstellen

  • Viel zu wenige Sitzplätze, was sie als Multifunktionszonen bezeichnen sind die Umschreibung für Stehplätze. Na ja, die Alten können ja mit dem Taxi fahren!

    • Multifunktionsbereiche, wie der Name schon sagt, beschreibt die sehr breite Nutzung. Klar, können dort auch viele Fahrgäste stehen, wenn’s enger wird. Aber es gibt auch Platz für einen weiteren Rollstuhlplatz, Kinderwagenplätze (bis zu 8 im ganzen Fahrzeug), Platz für Gepäck, aber auch Klappsitze, wenn dann mehr Platz ist.

  • Wenn die Bim schneller werden soll, dann muss vor allem der Verkehrsstau der Autos an den Ampeln einmal behoben werden.Dann stehn die Autos auch nicht auf Gleisen und blockieren die Bim. Zu erwarten, dass sich die Passagiere hetzen und dabei große Zeiteinsparungen möglich sind ist bestenfalls naiv, aber eigentlich ein schlechter Scherz.

    • Daran arbeiten wird auch, aber da sind wir nicht die einziegn die beim Verkehrsgeschehen in Wien ein Wörtchen mitreden wollen 😉 Aber wir setzen uns dafür ein, dass unsere Öffis durch z.B. günstige Ampelschaltungen oder eigene Öffi-Spuren beschleunigt werden.

  • hoffentlich ist die neue Bim nicht noch lauter! Ich wohne seit Babytagen an der Linie…, und von Garnitur zu Garnitur wird s ähnlicher dem Donnern (kaum zu unterscheiden, wenn s wirklich grad Gewitter gibt!)
    bebt alles mehr – ich hoffe, dass der Untergrund mit dem Gefährt auch einmal wieder angepasster wird.
    Fahre gerne und schon lange Bim! Freu mich, wenn s besser wird/würde…!
    Alles Gute!!

  • Wie ist es mit der Heizung? Die Heizung in der heutigen Nieder-Flur Bims funktioniert sehr oft nicht oder ist unter-dimensioniert. In Winter wenn man länger als 10 Min. unterwegs ist, ist das unangenehm… Da ich jeden Tag mit dem Bim fahre, und kälte-empfindlich bin, ist der Unterschied mit der gut-geheizten alten Bims mir öfter aufgefallen.

    • Heizung und Klimaanlagen entwickeln sich technisch natürlich immer weiter. Beim Flexity wird diese sogar besonders umweltfreundlich sein, da sich der Energieverbrauch nach der Anzahl der Fahrgäste in der Bim richtet. Sprich, wenn z.B. bereits viele Fahrgäste drin sind, muss weniger geheizt werden, weil ja Menschen selbst schon Wärme ausstrahlen, wenn es wieder weniger Fahrgäste werden, arbeitet die Heizung automatisch wieder mehr.

  • LED Anzeigetafel mit der Straßenbahnnummer ist manchmal schwer zu lesen. Vor allem wenn die Sonne direkt auf die Straßenbahn scheint. Die Nummer auf der Seite der Straßenbahn sieht man so gut wie gar nicht. Das war in der alten Bim mit weißer Nummer auf schwarzem Hintergrund besser. Vor allem wenn die Straßenbahn vor einem auf der Querstrasse fährt, sieht man kaum, welche Nummer die Bim hat und ob man sich beeilen soll. Auch innen drinnen sieht man immer noch nicht sofort, vis a vis von der Tür, mit welcher Bim man es zu tun hat. Bin so manches Mal wieder ausgestiegen, nachdem ich aber erst auf Anfrage der Insassen erfahren habe, dass es die falsche Straßenbahn war. Hier wäre es wirklich wichtig, bei der neuen Straßenbahngarnitur darauf zu achten, dass die Nummern rundherum und innen gut sichtbar sind!!!
    Mein zweiter Ansatz wäre zu beachten, dass wirklich genügend Sitzplätze in einer Strassenbahn sind. Ich sehe bei der neuen Straßenbahn den Trend zu weniger Sitzplätzen… Das erinnert mich sehr an moderne Straßenbahnen in anderen Städten, wo das wirklich unangenehm war. Es gab hauptsächlich nur Stehplätze. Und am Abend, wenn man müde von der Arbeit nach Hause fährt, möchte man schon gerne sich hinsetzen können!

    • Die Doppelsitze sind ein Unsinn den dann werden sich die Leute breit machen und es wird wieder nur einer den Doppelsitz nutzen! Die Doppelsitze sind außerdem viel zu schmal und es gibt ganz einfach zu wenig Sitzplätze!!!!!!

      • Die Mutter-Kind-Sitze haben sich schon in anderen Städten bewährt. Wir probieren das auch 😉 Es gibt ja noch jede Menge andere Sitzvarianten.

    • Auf gute Sichtbarkeit und leserliche Anzeigen werden wir natürlich Acht geben 😉 Im Flexity wird es 62 Sitzplätze geben, ähnlich viele wie bei den jetzigen langen Niederflurbims.

  • Die wenigen Sitzplätze sind wirklich ärgerlich! Das erinnert an den „Kriegsstrassenbahnwagen“ in der „Remise“! Hat man sich daran ein Beispiel genommen? Es fehlen schon die sinnlos demontierten Sitze im ULF. Im neuen Bombardierwagen wird es jetzt noch viel ärger. Die Mutter-Kind Sitze werden wohl eher „Fahrgast mit Tasche“ Sitze sein. Warum keine Doppelsitze? Da sind die alten Wagen viel besser.

  • ich denke, wie andere damen und herren hier auch…
    bei dem durchschnittsalter der personen, sind die sitzplätze schon sehr wenig, wobei auch
    in der heutigen zeit viele kinder sitzen und die älteren herrschaften dann gezwungen sind,
    zu stehen

  • Liebes Team der Wiener Linien!

    Auch ich schließe mich meinen Vorrednern an. Natürlich ist es sehr wichtig, den Rollstuhlfahrern bzw. Kinderwägen genügend Platz zu lassen.

    Die Mutter-Kind-Plätze finde ich prinzipiell nett, sind aber in der Praxis einfach 1- statt 2 Personenplätze, die wirklich nötig wären.

    Wenn schon mehr Platz in der Mitte zum Stehen sein soll, dann bitte unbedingt mit mittig gesetzten Haltestangen (wie derzeit schon in der U-Bahn) einplanen. Dann haben zumindest die vielen Leute, die keinen Sitzplatz haben, die Möglichkeit sich anzuhalten. Oft reichen die oben, seitlich gesetzten Halteschlingen nicht aus.

    Herzlichen Dank!

  • Sehr geehrte Damen und Herren,
    hier schreibt ein Netzkarten-Besitzer von Bim in Wien und Bahn (ÖsterreichCARD) fortgeschritteneren Alters (64 Jahre).
    Freue mich sehr auf die vermutlich fahrkomfortmäßig wesentlich edleren neuen Bomardier-Straßenbahnen. Auch die Innenausstattung und Raumnutzung ist zeitgemäß.
    Warum aber in Schwachlastzeiten (z.B. in den Abendstunden bis Betriebsschluß) keine Fahrräder mittransportiert werden dürfen, entzieht sich meiner Logik, wo es sogar in Autobussen in – Salzburg etwa – sogar ganztägig möglich ist. Abends jedenfalls würde kein Fahrrad einem Kinderwagen den Platz streitig machen…
    Oder eine andere Möglichkeit wäre zu U-Bahn-Fahrradtransportzeiten max. 2 Erwachsene+max. 2 Kinderfahrräder (kleiner/gleich 24 Zoll Räder) pro Zug zuzulassen

    Ich bitte dies unbedingt zu bedenken.
    Wien ist – und ich habe Grün NICHT gewählt – zu einer merkbar moderneren Metropole geworden, was die Möglichkeiten alternativer Verkehrsmittel, also natürliche Fortbewegungsarten, betrifft. Da ist es geradezu ein Muß, daß auch der gesamte ÖV darauf abgestimmt wird – wiederum zur LebensQualität aller.

    Mit Dank und herzlichen Grüßen
    Herbert Faltynek

    • „…Oder eine andere Möglichkeit wäre zu U-Bahn-Fahrradtransportzeiten max. 2 Erwachsene+max. 2 Kinderfahrräder (kleiner/gleich 24 Zoll Räder) pro Zug zuzulassen…“

      Und wer kontrolliert bitte ob nur 2 Fahrräder im Zug sind??
      Bzw. wer fängt dann zum streiten an ob er dennoch mit fahren darf??
      So wie es ist – nämlich VERBOTEN – ist es gut
      Dafür habe ich schlißelich ein Fahrrad–>das ich draußen am Radweg damit fahre und nicht Straßenbahn

    • Hallo, Fahrräder dürfen aus Sicherheitsgründen nicht mit in Bim und Bus (nicht wegen des großen Fahrgastaufkommens), sprich wenn wenig los ist, könnte so ein Fahrrad bei einer Notbremsung trotzdem noch zu einem gefährlichen Geschoss werden.

  • Sieht hübsch aus, bitte unbedingt gleich Rückspiegel mit bestellen, sonst wird es wieder teuer mit der nachträglichen Entwicklung der Spezial Spiegel samt Fexity Adaption. 😉
    Ulf und MA64 lassen grüßen….
    Oder macht man das heute schick mir cams?

  • Sg. Wr.Linien,
    Ist ja schön, wenn Sie modern sein o. bleiben wollen, aber sind d. Zyklen nicht ein wenig kurz? D. jetz. Niederflur-Züge sind doch „gefühlt“ erst seit max. 10 J. in Betrieb u. da soll schon ein neuer Typ kommen? Innenausstattung (inkl. Beleuchtung) kann man doch auch beim aktuellen „Tatzelwurm“ moderner gestalten. Vom „Silberpfeil“ zur durchgeh. U-Bahn-Garnitur hat’s auch 25+ J. gedauert…
    Wenn schon neu, dann grundlegend, zB. mit kleineren, autonomen EInheiten f. viell. 25-30 Pers. im 2 min-Takt. Bei einem schienengebundenen Fahrzeug ist d. autonome Betrieb doch nicht so schwer zu installieren (bei d. U-Bahn tw. schon realisiert!), überhpt., wenn sie auf eig. Trasse fahren.

    Das, nämlich d. Trassengestaltung, ist d. eigt. Problem, was Pünktlichkeit u. Frequenz anbelangt. Wenn sich „Bim“ & Autos d. Platz teilen müssen, kann ja nichts weitergeh’n. Nötiger als kurze Fuhrparkzyklen wäre daher eine Steigerung der ungeteilten Bim-Trassen. Bin viel in München, da fahren mind. 60% d. Trams auf eigenen Trassen, tw. sogar durch Leitplanken geschützt bzw. abgetrennt; in Wien sind das m.W. nur 20-25%(!) Viell. kann man nicht überall Trassen wie d. Ring o. Gürtel einrichten, aber eine durchgeh. Buckelmarkierung läßt sich immer aufbringen, um andere Fahrzeuge von d. Gleisen fernzuhalten.
    Natürlich würde das d. Autolobby ärgern, aber die sind in einer modernen, grünen Stadt sowieso Dinosaurier. Grüne Pläne/Träume(?) wie Citymaut, Parkverbot innerhalb d. Gürtels o. „Pickerl“ überall sonst sind da durchaus begrüßenswert. In d. Stadt ist ein Auto – außer viell. für größere Transporte – einfach unnötig. Allerd. muß dazu d. ÖV noch mehr ausgebaut werden, vorallem weiter draussen, nächtens u. in d. Frequenz.

    Schöne Grüße!

    • Der Flexity ersetzt ja nicht den Ulf, sondern die restlichen Hochflurmodelle. Wir wollen ja in Zukunft die komplette Bimflotte barrierefrei haben 😉 Wir würden uns natürlich freuen, wenn mehr Platz ausschließlich für Bims vorhanden wäre, aber das entscheiden wir nicht alleine 😉 Da gibt es natürlich enge Abstimmungen mit vielen Beteiligten, es möchten ja alle Verkehrsteilnehmer auf Wiens Straßen besser vorankommen.

  • Bitte bitte überdenkt nochmals die Anzahl der Sitzplätze deutlich zu erhöhen. Es kann nicht sein, dass jemand wie ich der jeden Tag v. der Gumpendorferstrasse bis zur Geiselbergstrasse mit dem 6er unterwegs ist stehen muss!!! Es genügt wenn man vorne und ganz hinten eine Freifläche für Rollstuhlfahrer und Mütter mit Kinderwagen schaft. Leider ist der Negativ- Trend zu immer weniger Sitzplätze bei jeder neuen Fahrzeuggeneration von Straßenbahn , U-Bahn (U5) nur Seitensitze und auch Busse zu beobachten. Die meisten Fahrgäste wären gerne bereit für mehr Fahrkomfort entsprechend zu bezahlen.

    • Es wird in den neuen Straßenbahnen mehr Platz für Rollstühle und Kinderwagen geben, das ist schon fix eingeplant und wird sich nicht mehr ändern. Hier gibt es auch eine entsprechende Nachfrage.

  • Möchte hier nur kurz meinen Kommentar abgeben, der sich vielleicht etwas vom Tenor abhebt: Bin sehr glücklich über die verbreiterten/mehreren Einstiege und großzügegen Platz im Innenraum, das geht natürlich nur durch Reduktion der Sitzplätze. Die durchschnittliche Länge einer Bim-Fahrt sollte ein Stehen eigentlich möglich machen, und für Fahrgäste die sich hinsetzen müssen (Ältere, Leute mit Gepäck etc.) gibts ja noch genügend Sitze, aber einzelne und leicht erreichbare, möglichst kein Vorbeiquetschen an Leuten auf den hintersten Sitz eines „Vierers“ mehr notwendig! Das alles hat sich vollkommen ausgezahlt, wenn es dazu führt, was mich an Wiener Öffis immer schon ärgert und in anderen Städten viel besser funktioniert: Kein Stau mehr im Einstiegsbereich, zügigeres Durchgehen und schnelleres Abfahren. Dankeschön!

    (Und anscheinend werden die Sitzplätze ja mit 62 ohnehin nicht weniger als bei den ULF-Modellen – um den aufkommenden Ressentiments der Öffi-Nutzer vorzubeugen, sollte man vielleicht auch Innenraum-Renderings herzeigen vom Fahrzeugteil mit mehreren Doppelsitzen. Nur damit niemand Angst kriegt. 🙂

  • Sehr geehrter Herr Pimpel
    Die Wiener Linien haben möglichst für alle Bevölkerungsgruppen einen entsprechenden Fahrkomfort zu bieten. Wien besteht nicht nur aus Rollstuhlfahrer und Mütter mit Kinderwagen. Personen mit 40-65 würden sich auch ganz gerne nach oder vor einem langen Arbeitstag hinsetzen können. Man kann auch mehr Züge einschieben damit das schnellere Ein und Aussteigen funktioniert. Wenn man will geht alles.

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