Die neue Bim für Wien ist modern und trotzdem im bekannten lieb gewonnenen Wiener Straßenbahn-Design gehalten

Flexity – Die neue Bim für Wien

Ende 2018 ist es soweit: Dann rollt die erste Flexity-Straßenbahn, das neue Wiener Bim-Modell, durch die Stadt. Robert Gradwohl, unser Projektleiter für den Flexity, erzählt uns mehr zur neuen Bim.

Der Fahrzeug-Hersteller Bombardier hat die europaweite Ausschreibung für die neuen Wiener Straßenbahnen für sich entschieden. Ab Ende 2018 wird das erste Niederflurfahrzeug des Modells Flexity mit Fahrgästen durch die Donaumetropole fahren. Seit über 20 Jahren wächst die Zahl an Niederflurstraßenbahnen stetig. Der Flexity ist zu 100% barrierefrei und setzt diesen Weg fort, indem er in den nächsten Jahren sukzessive die letzten Hochflurmodelle  in unserem Netz, immerhin das sechtgrößte Straßenbahnnetz der Welt, ersetzt. Bis zu 156 Flexity-Straßenbahnen, aber jedenfalls 119, werden in den nächsten Jahren produziert.

So sieht die neue Straßenbahn für Wien aus

Seit Oktober 2016 steht fest, wie die neue Bim für Wien aussieht. Trotz ihres modernen Designs fügt sie sich sehr gut in das traditionelle und lieb gewonnene rot-weiße Wiener Straßenbahn-Design ein. Der Flexity Wien wurde für uns maßgeschneidert und wird auch im Bombardier-Werk-Wien Donaustadt gebaut. Der Flexity erfreut sich auch weltweit großer Beliebtheit. So rollen die Bims durch Metropolen wie Berlin, Brüssel, Marseille, Toronto oder Gold Coast in Australien.

Der Flexity bietet sehr viel Platz und damit natürlich auch Komfort

 

Projektleiter im Interview

Wir haben unseren Projektleiter für den Flexity, Robert Gradwohl, ein paar Fragen rund um die neue Bim für Wien gestellt. Er ist seit Beginn der Ausschreibung für die Beschaffung, die technische Ausstattung und das Design der neuen Straßenbahnen verantwortlich.

Robert Gradwohl, Projektleiter für den Flexity, im Interview

Wann können auch Fahrgäste den ersten Flexity nutzen?

Ein wenig müssen sich unsere Fahrgäste noch gedulden. Aktuell befindet sich die Produktion der ersten Flexity-Straßenbahn im Endspurt. Anfang 2018 bekommen wir dann unsere erste Bim geliefert und diese muss natürlich auf Herz und Nieren getestet werden. Dann wird man den Flexity manchmal auch in freier Wildbahn sehen können, aber noch ohne Fahrgäste. Es gibt jede Menge Testfahrten im Netz, jede Steigung, jede Kurve muss er schließlich bewältigen können. Nach allen Tests und einer abschließenden Betriebsbewilligung rollt der erste Zug voraussichtlich Ende 2018 mit Fahrgästen durch Wien.

Die bisherige Produktion des Flexity im Schnelldurchlauf:

Was ist neu am Flexity?

Der Flexity bietet sehr viel Platz und damit natürlich auch Komfort. So haben wir jetzt z.B. zwei Rollstuhlplätze in jeder Bim, das ist um einer mehr als bisher. Aber auch unsere neuen Multifunktionsbereiche tragen sehr viel zum Komfort bei. Hier haben wir Platz für mehr Kinderwägen aber auch ein deutlich verbessertes Platzangebot für unsere Fahrgäste mit Gepäck. Zudem ermöglichen die großzügigen Mehrzweckbereiche ein rasches Ein- und Aussteigen. Durch weniger Stau im Eingangsbereich haben wir kürzere Aufenthalte in den Haltestellen und pünktlichere Öffis. Das freut letztendlich alle Fahrgäste, aber auch unsere MitarbeiterInnen.

Der Flexity überzeugt mit einer flexiblen Innenraumgestaltung, die auf die Bedürfnisse der Fahrgäste eingeht.

 Apropos Komfort – wie sieht es mit den Sitzplätzen aus?

Beim Flexity ist für alle etwas dabei. Durch die flexible Innenraumgestaltung können wir auf viele Bedürfnisse eingehen. So haben wir klassisch Einzel- und Doppelsitze, aber auch sogenannte Mutter-Kind-Sitze. Das sind extrabreite Sitze, die sich international sehr bewährt haben. Sie bieten unseren jüngsten Öffi-Fahrgästen einen gemeinsamen Platz mit Mama oder Papa. Selbstverständlich sind sie auch für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste oder Personen mit Gepäck ein geeigneter Platz. Und dann haben wir noch Klappsitze, die bei Bedarf genutzt werden können. Nicht zu vergessen unsere zwei Rollstuhlplätze und die acht Kinderwagen-Plätze. Insgesamt bietet der Flexity Platz für bis zu 211 Personen. Und selbstverständlich ist der Flexity barrierefrei. Wir haben die Innengestaltung sehr intensiv mit BehindertenvertreterInnen entwickelt, um das Produkt auch in dieser Hinsicht bestmöglich zu gestalten. Mit einer Einstiegshöhe von 215 Millimetern wird Wien auch in Zukunft die weltweit niedrigste Einstiegshöhe bei Straßenbahnen bieten.

Der Flexity wird als besonders umweltfreundlich beschrieben, wie äußert sich das denn?

Hier setzen wir mit dem Flexity an vielen unterschiedlichen Punkten an. So sind z.B. die Klimaanlagen, mit denen alle Fahrzeuge ausgestattet sind, besonders ökologisch. Der Energiebedarf, den wir zum Heizen und Kühlen brauchen, richtet sich nach der Anzahl der Fahrgäste im Zug. Also, wenn weniger Fahrgäste in der Bim sind, müssen wir weniger Energie aufwenden. Alle neuen Straßenbahnen haben außerdem ausschließlich energiesparende LED-Lampen. Wie andere Fahrzeuge auch, ist der Flexity so konstruiert, dass Bremsenergie zurück in unser Netz gespeist wird und von anderen Fahrzeugen genutzt werden kann. Grundsätzlich brauchen die neuen Bims aber wegen ihres leichteren Gewichts weniger Energie beim Anfahren und beim Bremsen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Hier noch ein kleiner Vorgeschmack auf Ende 2018, wenn der Flexity dann auch mit Fahrgästen im Netz unterwegs sein wird.

Visualisierungen zum Flexity: © Bombardier Inc. or its subsidiaries. All rights reserved.

Fotos und Video zur Flexity-Produktion: Wiener Linien/Johannes Zinner

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Kommentare (74)

  • Hallo!! Ich habe einige technische Fragen an Sie.
    Ist der Zug mit Einzelradaufhängung und wie wird er Gesteuert? Wie viele Tonnen kommen auf ein Rad? Hat das Drehgestell 4 Räder oder nur 2 Räder? Hat er auch so viel Abnützung auf den Schienen, bei engen Kurven wie der ULF? Werden die Schienenbrüche und Zungenbrüche bei den Weichen weniger? Mit welchen Bremssand und wo wird dieser gefüllt? Im Bahnhof oder bei den Endstellen mit Sandkiste?
    Ich bitte um Antwort. Ich bin Mitarbeiter A. D. Hochachtung Walter

  • Warum wieder das billig aussehende plastic innendesign? So soll mann doch kein Wiener und Ausländische Gästen durch Wien fahren! Etwas deftiges werde schön.

    • Hier müssen wir auch an die Reinigung und an Schutz vor Vandalismus denken, daher die Entscheidung zu diesen Sitzen und Farben. Die Farben richten sich natürlich einerseits nach unseren Unternehmensfarben, aber auch nach Kriterien, wie etwa Barrierefreiheit. Gelbe Haltestangen z.B. sind besonders für Fahrgäste mit Sehbehinderung eine große Hilfe, da sie einen guten Kontrast bieten. Aber klar, Schönheit liegt natürlich im Auge des Betrachters.

  • Wird die Linienbezeichnung auch im hinteren Einstiegsbereich sichtbar sein?
    (an Doppelhaltestellen ist es jetzt oft schwer herauszufinden, welche Straßenbahn gerade vor einem steht)

  • Hat Flexity mehr oder weniger Siztplätze als die derzeitigen Niederfluhr-Straßenbahnen? Falls weniger: Gibt es ausreichend Halteschleifen, auch für kleinere Fahrgäste?
    Ich hatte gehofft, dass sich in der farblichen Ausstattung eine Weiterentwicklung ergibt. Das satte Gelb-Rot erinnert an die früheren McDonalds-Farben und ist einfach nur – pardon – scheußlich.

    • Die Sitzplätze sind ungefähr gleich viele. Im Flexity haben bis zu 211 Fahrgäste Platz, in den langen Ulfs (wir haben ja auch kurze Modelle) gibt es mittlerweile zwei Varianten, mit und ohne ausgebauten Sitzen im ersten und letzten Modul. Da hat der Flexity ein wenig mehr Sitzplätze dann. Aber es wir ausreichen Haltemöglichkeiten geben. Zur Farbgestaltung: Rot gehört zu unseren Unternehmensfarben und gelbe Haltestangen sind besonders für unsere sehbeeinträchtigten Fahrgäste wichtig. Gelb bietet hier einen besonders guten Kontrast, das hilft Menschen mit Sehschwäche. Aber klar, Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters 😉

  • Wieso brauchen Mütter mit Kindern breitere Sitze, wenn die Kinder auf den Schößen sitzen?
    Sind diese Sitze für Mütter mit ihren Kindern reserviert?
    Falls nicht, haben diese nicht viel davon.

    Als ich in Japan war, waren die Sitze alle quer zur Fahrtrichtung angeordnet. So konnten viel mehr Personen Platz finden. Warum sind die Sitze bei uns immer noch in Fahrtrichtung und wozu gibt es so viele Einzelsitze?
    Möchte man mehr Menschen in die Öffis holen oder doch wieder zum Autofahren bewegen?

    • Wir nennen sie zwar Mutter-Kind-Sitze, aber klar können diese auch von anderen genutzt werden. Sie sind sicherlich auch hilfreich für Fahrgäste mit Gepäck oder vielen Einkaufstaschen oder etwa mobilitätseingeschränkte Menschen, Jugendlichen, die gerne zusammensitzen und und und. Da gibts ganz viele Menschen, die diese nutzen können. In anderen Ländern sind diese Sitze schon weiter verbreitet und werden gut angenommen. Zu Japan: Achtung, nicht alle Fahrzeuge sind gleich, wenn du etwa die U-Bahn oder Yamanote-Linie in Tokyo meinst, das ist ja ein anderes Fahrzeug. Nicht überall ist es möglich so Sitze anzuordnen (rein technisch schon nicht). Aber wir haben uns beim Flexity klar für das flexible Innendesign entschieden, mit ganz vielen verschiedenen Sitzmöglichkeiten, so z.B. auch Einzel- oder Klappsitze. Für jeden etwas dabei, für die unterschiedlichsten Bedürfnisse 😉

  • Sind die neuen Strassenbahnen leiser, wenn sie um Kurven oder über Weichen fahren? Kommt Flexity ohne das quietschende Betriebsgeräusch aus?
    Den geräumigen Einstiegsbereich finde ich sehr gut!

  • Ich habe den Wiener Linien schon damals geschrieben, dass einfach zu wenig Plätze in den neuen Garnituren einkalkuliert werden.

    Die Stadt Wien besteht nun mal nicht nur aus Müttern, alten Leuten und Gebrechlichen, denen Vorrang gegeben wird. Auch der Durchschnittsbürger wird nicht Lust haben, ständig in der Straßenbahn zu stehen. Die Leute werden wohl auf die Ubahnen ausweichen.

    • Ende 2018, wenn der erste Flexity kommt, kannst du dich ja selbst davon überzeugen. Aber der Fahrgastfluss ist sehr wichtig für das Weiterkommen der Bim und dafür sind die geräumigen Einstiegsbereich auch ganz gut geeignet. Wenn de Bim nicht vom Fleck kommmt, hilft der schönste Sitz nichts 😉

  • Grundsätzlich ist mir die Farbgebung der Wiener Linien egal.
    Allerdings sollte diese – meiner Ansicht nach nicht ständig verändert werden. Es scheint, als ob jede neu Fahrzeugart jeweils mit eigen Farben produziert werden muss.
    Es wäre doch im Sinne eines einheitlichen Unternehmensbildes, hätten (irgendwann) alle Fahrzeuge (und die Fahrkarten, das Briefpapier u.s.w.) ein zusammenpassendes Design.
    So gibt es die Silberpfeile, die neuen U-Bahnen, die U6, alt und neu, ULF, Flexity – und nichts von Corporate Identity.
    Schade eigentlich?!

    • Innen passen wir bereits sehr viele Fahrzeuge an unsere bewährte Farbgebung (rot und gelb) an, da das für viele Fahrgäste, auch sehbehinderte Menschen, von Vorteil ist. Aber man darf ja auch dazulernen 😉 Wir haben gemerkt, das bestimmte Farben besser geeignet sind, um diese wieder zu reinigen, bzw. wieder wie neu aussehen zu lassen. Und dieses Know-How haben wir mit in die Gestaltung der neuen Bims mitgenommen.
      Zusätzlich sind das nicht alles die gleichen Hersteller, da gibt es immer ein paar Unterschiede. Aber Weiterentwickeln wollen wir uns trotzdem, auch wenn wir mit der Außen-Farbgebung des Flexity am traditionellen Rot/Weiß der Wiener Bims festhalten 😉

  • Leider viel zu wenig Sitzplätze. Es geht dann darum wer der schnellere beim einsteigen ist, der kann dann sitzen die anderen müssen dann stehen, egal wie gut sie noch auf ihren Beinen sind ( z. B. wenn man von aussen unsichtbare Schrauben in den Gelenken hat). Schlimm.
    Der das nicht kennt, also davon nicht betroffen ist, der kann sich das nicht vorstellen

  • Viel zu wenige Sitzplätze, was sie als Multifunktionszonen bezeichnen sind die Umschreibung für Stehplätze. Na ja, die Alten können ja mit dem Taxi fahren!

    • Multifunktionsbereiche, wie der Name schon sagt, beschreibt die sehr breite Nutzung. Klar, können dort auch viele Fahrgäste stehen, wenn’s enger wird. Aber es gibt auch Platz für einen weiteren Rollstuhlplatz, Kinderwagenplätze (bis zu 8 im ganzen Fahrzeug), Platz für Gepäck, aber auch Klappsitze, wenn dann mehr Platz ist.

  • Wenn die Bim schneller werden soll, dann muss vor allem der Verkehrsstau der Autos an den Ampeln einmal behoben werden.Dann stehn die Autos auch nicht auf Gleisen und blockieren die Bim. Zu erwarten, dass sich die Passagiere hetzen und dabei große Zeiteinsparungen möglich sind ist bestenfalls naiv, aber eigentlich ein schlechter Scherz.

    • Daran arbeiten wird auch, aber da sind wir nicht die einziegn die beim Verkehrsgeschehen in Wien ein Wörtchen mitreden wollen 😉 Aber wir setzen uns dafür ein, dass unsere Öffis durch z.B. günstige Ampelschaltungen oder eigene Öffi-Spuren beschleunigt werden.

  • hoffentlich ist die neue Bim nicht noch lauter! Ich wohne seit Babytagen an der Linie…, und von Garnitur zu Garnitur wird s ähnlicher dem Donnern (kaum zu unterscheiden, wenn s wirklich grad Gewitter gibt!)
    bebt alles mehr – ich hoffe, dass der Untergrund mit dem Gefährt auch einmal wieder angepasster wird.
    Fahre gerne und schon lange Bim! Freu mich, wenn s besser wird/würde…!
    Alles Gute!!

  • Wie ist es mit der Heizung? Die Heizung in der heutigen Nieder-Flur Bims funktioniert sehr oft nicht oder ist unter-dimensioniert. In Winter wenn man länger als 10 Min. unterwegs ist, ist das unangenehm… Da ich jeden Tag mit dem Bim fahre, und kälte-empfindlich bin, ist der Unterschied mit der gut-geheizten alten Bims mir öfter aufgefallen.

    • Heizung und Klimaanlagen entwickeln sich technisch natürlich immer weiter. Beim Flexity wird diese sogar besonders umweltfreundlich sein, da sich der Energieverbrauch nach der Anzahl der Fahrgäste in der Bim richtet. Sprich, wenn z.B. bereits viele Fahrgäste drin sind, muss weniger geheizt werden, weil ja Menschen selbst schon Wärme ausstrahlen, wenn es wieder weniger Fahrgäste werden, arbeitet die Heizung automatisch wieder mehr.

  • LED Anzeigetafel mit der Straßenbahnnummer ist manchmal schwer zu lesen. Vor allem wenn die Sonne direkt auf die Straßenbahn scheint. Die Nummer auf der Seite der Straßenbahn sieht man so gut wie gar nicht. Das war in der alten Bim mit weißer Nummer auf schwarzem Hintergrund besser. Vor allem wenn die Straßenbahn vor einem auf der Querstrasse fährt, sieht man kaum, welche Nummer die Bim hat und ob man sich beeilen soll. Auch innen drinnen sieht man immer noch nicht sofort, vis a vis von der Tür, mit welcher Bim man es zu tun hat. Bin so manches Mal wieder ausgestiegen, nachdem ich aber erst auf Anfrage der Insassen erfahren habe, dass es die falsche Straßenbahn war. Hier wäre es wirklich wichtig, bei der neuen Straßenbahngarnitur darauf zu achten, dass die Nummern rundherum und innen gut sichtbar sind!!!
    Mein zweiter Ansatz wäre zu beachten, dass wirklich genügend Sitzplätze in einer Strassenbahn sind. Ich sehe bei der neuen Straßenbahn den Trend zu weniger Sitzplätzen… Das erinnert mich sehr an moderne Straßenbahnen in anderen Städten, wo das wirklich unangenehm war. Es gab hauptsächlich nur Stehplätze. Und am Abend, wenn man müde von der Arbeit nach Hause fährt, möchte man schon gerne sich hinsetzen können!

    • Die Doppelsitze sind ein Unsinn den dann werden sich die Leute breit machen und es wird wieder nur einer den Doppelsitz nutzen! Die Doppelsitze sind außerdem viel zu schmal und es gibt ganz einfach zu wenig Sitzplätze!!!!!!

      • Die Mutter-Kind-Sitze haben sich schon in anderen Städten bewährt. Wir probieren das auch 😉 Es gibt ja noch jede Menge andere Sitzvarianten.

    • Auf gute Sichtbarkeit und leserliche Anzeigen werden wir natürlich Acht geben 😉 Im Flexity wird es 62 Sitzplätze geben, ähnlich viele wie bei den jetzigen langen Niederflurbims.

  • Die wenigen Sitzplätze sind wirklich ärgerlich! Das erinnert an den „Kriegsstrassenbahnwagen“ in der „Remise“! Hat man sich daran ein Beispiel genommen? Es fehlen schon die sinnlos demontierten Sitze im ULF. Im neuen Bombardierwagen wird es jetzt noch viel ärger. Die Mutter-Kind Sitze werden wohl eher „Fahrgast mit Tasche“ Sitze sein. Warum keine Doppelsitze? Da sind die alten Wagen viel besser.

    • ich denke, die Mutter-Kind-Sitze sind in der Breite schmäler, als zwei vollwertige Sitze nebeneinander und diese sollte dann auch entsprechend für Eltern mit ihren kleinsten überlassen werden 😉

  • ich denke, wie andere damen und herren hier auch…
    bei dem durchschnittsalter der personen, sind die sitzplätze schon sehr wenig, wobei auch
    in der heutigen zeit viele kinder sitzen und die älteren herrschaften dann gezwungen sind,
    zu stehen

  • Liebes Team der Wiener Linien!

    Auch ich schließe mich meinen Vorrednern an. Natürlich ist es sehr wichtig, den Rollstuhlfahrern bzw. Kinderwägen genügend Platz zu lassen.

    Die Mutter-Kind-Plätze finde ich prinzipiell nett, sind aber in der Praxis einfach 1- statt 2 Personenplätze, die wirklich nötig wären.

    Wenn schon mehr Platz in der Mitte zum Stehen sein soll, dann bitte unbedingt mit mittig gesetzten Haltestangen (wie derzeit schon in der U-Bahn) einplanen. Dann haben zumindest die vielen Leute, die keinen Sitzplatz haben, die Möglichkeit sich anzuhalten. Oft reichen die oben, seitlich gesetzten Halteschlingen nicht aus.

    Herzlichen Dank!

    • Lobenswert korrekt, für Schüler eher der HORROR

      Mutter-Kind-Sitze, zwei Rollstuhlplätze, acht! Kinderwagen-Plätze, klappsessel… aber wo sitze ich. ?

      Ich (17), fahre jeden Tag eine Dreiviertelstunde in die schule und zurück. Mit Fetter Schultasche, großem Stress und sagenhafter Müdigkeit oder beides. Ich bin ein sogenannter „junger kräftiger mann“ sprich ich muss stehen oder aufstehen.

      Meine Auswahl:

      die Einzelplätze bei der Tür… völlig unmöglich dass eine 3/4 Stunde kein Pensionist einsteigt.
      Klappsessel direkt bei der Tür … ebenfalls
      U6 artige Sitzplatzkonstellation… Volksschulfreunde Kleinfamilien, sprich ich nehme immer einem den platz, oder muss mich an 3 Leuten vorbeiwursteln, keine Chance zu lernen etc.
      Platz in der Ecke… Sandler, nett aber riecht komisch, schläft der oder tot, Messi Frau…

      Mein Platz: Die Schlaufe

  • Sehr geehrte Damen und Herren,
    hier schreibt ein Netzkarten-Besitzer von Bim in Wien und Bahn (ÖsterreichCARD) fortgeschritteneren Alters (64 Jahre).
    Freue mich sehr auf die vermutlich fahrkomfortmäßig wesentlich edleren neuen Bomardier-Straßenbahnen. Auch die Innenausstattung und Raumnutzung ist zeitgemäß.
    Warum aber in Schwachlastzeiten (z.B. in den Abendstunden bis Betriebsschluß) keine Fahrräder mittransportiert werden dürfen, entzieht sich meiner Logik, wo es sogar in Autobussen in – Salzburg etwa – sogar ganztägig möglich ist. Abends jedenfalls würde kein Fahrrad einem Kinderwagen den Platz streitig machen…
    Oder eine andere Möglichkeit wäre zu U-Bahn-Fahrradtransportzeiten max. 2 Erwachsene+max. 2 Kinderfahrräder (kleiner/gleich 24 Zoll Räder) pro Zug zuzulassen

    Ich bitte dies unbedingt zu bedenken.
    Wien ist – und ich habe Grün NICHT gewählt – zu einer merkbar moderneren Metropole geworden, was die Möglichkeiten alternativer Verkehrsmittel, also natürliche Fortbewegungsarten, betrifft. Da ist es geradezu ein Muß, daß auch der gesamte ÖV darauf abgestimmt wird – wiederum zur LebensQualität aller.

    Mit Dank und herzlichen Grüßen
    Herbert Faltynek

    • „…Oder eine andere Möglichkeit wäre zu U-Bahn-Fahrradtransportzeiten max. 2 Erwachsene+max. 2 Kinderfahrräder (kleiner/gleich 24 Zoll Räder) pro Zug zuzulassen…“

      Und wer kontrolliert bitte ob nur 2 Fahrräder im Zug sind??
      Bzw. wer fängt dann zum streiten an ob er dennoch mit fahren darf??
      So wie es ist – nämlich VERBOTEN – ist es gut
      Dafür habe ich schlißelich ein Fahrrad–>das ich draußen am Radweg damit fahre und nicht Straßenbahn

    • Hallo, Fahrräder dürfen aus Sicherheitsgründen nicht mit in Bim und Bus (nicht wegen des großen Fahrgastaufkommens), sprich wenn wenig los ist, könnte so ein Fahrrad bei einer Notbremsung trotzdem noch zu einem gefährlichen Geschoss werden.

  • Sieht hübsch aus, bitte unbedingt gleich Rückspiegel mit bestellen, sonst wird es wieder teuer mit der nachträglichen Entwicklung der Spezial Spiegel samt Fexity Adaption. 😉
    Ulf und MA64 lassen grüßen….
    Oder macht man das heute schick mir cams?

  • Sg. Wr.Linien,
    Ist ja schön, wenn Sie modern sein o. bleiben wollen, aber sind d. Zyklen nicht ein wenig kurz? D. jetz. Niederflur-Züge sind doch „gefühlt“ erst seit max. 10 J. in Betrieb u. da soll schon ein neuer Typ kommen? Innenausstattung (inkl. Beleuchtung) kann man doch auch beim aktuellen „Tatzelwurm“ moderner gestalten. Vom „Silberpfeil“ zur durchgeh. U-Bahn-Garnitur hat’s auch 25+ J. gedauert…
    Wenn schon neu, dann grundlegend, zB. mit kleineren, autonomen EInheiten f. viell. 25-30 Pers. im 2 min-Takt. Bei einem schienengebundenen Fahrzeug ist d. autonome Betrieb doch nicht so schwer zu installieren (bei d. U-Bahn tw. schon realisiert!), überhpt., wenn sie auf eig. Trasse fahren.

    Das, nämlich d. Trassengestaltung, ist d. eigt. Problem, was Pünktlichkeit u. Frequenz anbelangt. Wenn sich „Bim“ & Autos d. Platz teilen müssen, kann ja nichts weitergeh’n. Nötiger als kurze Fuhrparkzyklen wäre daher eine Steigerung der ungeteilten Bim-Trassen. Bin viel in München, da fahren mind. 60% d. Trams auf eigenen Trassen, tw. sogar durch Leitplanken geschützt bzw. abgetrennt; in Wien sind das m.W. nur 20-25%(!) Viell. kann man nicht überall Trassen wie d. Ring o. Gürtel einrichten, aber eine durchgeh. Buckelmarkierung läßt sich immer aufbringen, um andere Fahrzeuge von d. Gleisen fernzuhalten.
    Natürlich würde das d. Autolobby ärgern, aber die sind in einer modernen, grünen Stadt sowieso Dinosaurier. Grüne Pläne/Träume(?) wie Citymaut, Parkverbot innerhalb d. Gürtels o. „Pickerl“ überall sonst sind da durchaus begrüßenswert. In d. Stadt ist ein Auto – außer viell. für größere Transporte – einfach unnötig. Allerd. muß dazu d. ÖV noch mehr ausgebaut werden, vorallem weiter draussen, nächtens u. in d. Frequenz.

    Schöne Grüße!

    • Der Flexity ersetzt ja nicht den Ulf, sondern die restlichen Hochflurmodelle. Wir wollen ja in Zukunft die komplette Bimflotte barrierefrei haben 😉 Wir würden uns natürlich freuen, wenn mehr Platz ausschließlich für Bims vorhanden wäre, aber das entscheiden wir nicht alleine 😉 Da gibt es natürlich enge Abstimmungen mit vielen Beteiligten, es möchten ja alle Verkehrsteilnehmer auf Wiens Straßen besser vorankommen.

  • Bitte bitte überdenkt nochmals die Anzahl der Sitzplätze deutlich zu erhöhen. Es kann nicht sein, dass jemand wie ich der jeden Tag v. der Gumpendorferstrasse bis zur Geiselbergstrasse mit dem 6er unterwegs ist stehen muss!!! Es genügt wenn man vorne und ganz hinten eine Freifläche für Rollstuhlfahrer und Mütter mit Kinderwagen schaft. Leider ist der Negativ- Trend zu immer weniger Sitzplätze bei jeder neuen Fahrzeuggeneration von Straßenbahn , U-Bahn (U5) nur Seitensitze und auch Busse zu beobachten. Die meisten Fahrgäste wären gerne bereit für mehr Fahrkomfort entsprechend zu bezahlen.

    • Es wird in den neuen Straßenbahnen mehr Platz für Rollstühle und Kinderwagen geben, das ist schon fix eingeplant und wird sich nicht mehr ändern. Hier gibt es auch eine entsprechende Nachfrage.

  • Möchte hier nur kurz meinen Kommentar abgeben, der sich vielleicht etwas vom Tenor abhebt: Bin sehr glücklich über die verbreiterten/mehreren Einstiege und großzügegen Platz im Innenraum, das geht natürlich nur durch Reduktion der Sitzplätze. Die durchschnittliche Länge einer Bim-Fahrt sollte ein Stehen eigentlich möglich machen, und für Fahrgäste die sich hinsetzen müssen (Ältere, Leute mit Gepäck etc.) gibts ja noch genügend Sitze, aber einzelne und leicht erreichbare, möglichst kein Vorbeiquetschen an Leuten auf den hintersten Sitz eines „Vierers“ mehr notwendig! Das alles hat sich vollkommen ausgezahlt, wenn es dazu führt, was mich an Wiener Öffis immer schon ärgert und in anderen Städten viel besser funktioniert: Kein Stau mehr im Einstiegsbereich, zügigeres Durchgehen und schnelleres Abfahren. Dankeschön!

    (Und anscheinend werden die Sitzplätze ja mit 62 ohnehin nicht weniger als bei den ULF-Modellen – um den aufkommenden Ressentiments der Öffi-Nutzer vorzubeugen, sollte man vielleicht auch Innenraum-Renderings herzeigen vom Fahrzeugteil mit mehreren Doppelsitzen. Nur damit niemand Angst kriegt. 🙂

  • Sehr geehrter Herr Pimpel
    Die Wiener Linien haben möglichst für alle Bevölkerungsgruppen einen entsprechenden Fahrkomfort zu bieten. Wien besteht nicht nur aus Rollstuhlfahrer und Mütter mit Kinderwagen. Personen mit 40-65 würden sich auch ganz gerne nach oder vor einem langen Arbeitstag hinsetzen können. Man kann auch mehr Züge einschieben damit das schnellere Ein und Aussteigen funktioniert. Wenn man will geht alles.

    • toll…nochmehr Plastik, gequitsche und schlechte Klimaanlagenluft….
      Die hartschalenpalstiksitze sind ein Graus!! Auch wenn eine Klimaanlager verbaut ist, kommt nie Frischluft in die Fahrzeuge sondern lediglich warme oder kalte
      Ist in den neuen Zügen auch ein CO2 Messer verbaut – damit könnten die Klimaanalgen auch frischluft reinpumpen und nicht nur abgekühlte, abgestandene Luft.
      Wird der Fahrkomfort an das Niveau der alten Typ E1 herankommen oder genauso schlecht wie im ULF sein??

      • Ich möchte mich den Kommentaren zur Kritik an der Klimaanlage anschließen. Wenn wieder nur einseitig auf Energie-Einsparung geachtet wird, wie das in der Werbung angekündigt ist, so wird das den aktuellen „Komfort“ nicht verbessern. Besonders im ULF ist im Winter an kalten Tagen die Temperatur in den Waggons zu niedrig (sehr unangenehm bei längeren Fahrten), und im Sommer die Klimaanlage viel zu stark. Das es dabei nicht nur an der Klimaanlage selbst liegt zeigte meine mehrmalige Nachfrage bei Fahrern der Züge. Durch ihre abgeteilten Cockpits bekommen sie nichts davon mit wie es im Fahrgastraum temperiert ist, und sie können auch nichts machen weil die Temperatur vom Werk fix eingestellt ist (im Sommer auf 18 C !!).

        Es ist eine dynamische und bedarfsorientierte Klimaanlage notwendig die neben der Anzahl an Fahrgästen auch die wechselnden Außentemperaturen berücksichtigen sollte. Die Anregung die Luftqualität zu Verbessern durch die Möglichkeit der Zuschaltung von Frischluft halte ich ebenfalls als sehr sinnvoll. Leider haben wir diese Probleme nicht nur in der U-Bahn und im Ulf sondern auch in den neuen Bussen wo im Sommer die Klimaanlagen ebenfalls viel zu kalt sind.

        Bitte achten sie in den neuen Zügen mehr auf ein „gesundes Innenraumklima“, das spart auch Kosten, vor allem bei den Krankenstandstagen ….

  • Also ch kenne diese Straßenbahnen schon von Graz und Linz und ich kann nur sagen, dass ich mich riesig auf die Flexity freue. 😁 😁

    Weiters, weil viele die Sitzplätze ansprachen, muss ich sagen, dass ich es nicht verstehe, warum sich Leute für im Durchschnitt 2-5 Sationen unbedingt hinsetzen müssen. Im gegenteil, dass dem Stehplatz mehr Raum gegeben werden sollte finde ich sehr gut, denn bis dato hatten weder die alten E’s (1&2) und auch nicht ULFs wirklich einen vernünftigen Platz zum stehen.

    Und wie es anders sein kann, erlebt man z.Bsp. in Linz, da es auf der Türseite so gut wie keine Sitzplätze gibt!
    Aber auch in der CZ oder SK: die alten Tatras, bzw. modernen Škoda Straßenbahnen haben wesentlich mehr Stehplätze zur verfügung. Bei den Tatras war/ist es sogar so ausgelegt, dass ausser schmalen Einzelsitzen links und rechts nur Stehplätze gibt, dass führt dann dazu, dass ein zwei Wagenzug der Tatra mehr Personen schluckt als eine lange Ulf, und das bei einer Gesamtlänge von etwas weniger als eines kurzen Ulf.

    • Da gibt es eben unterschiedliche Bedürfnisse.
      Aus gesundheitlicher Sicht bevorzuge ich ja auch das stehen. Aber ein ganz wesentlicher Mehrwert meinen ~45 Minuten Arbeitsweg mit Öffis zurückzulegen ist, dass ich in der Zeit etwas lesen kann. Wenn das wegfällt und die Verkehrspolitik dahin geht (Trend seit Einführung der billigeren Jahreskarte), dass der Pöbel in der Konservendose steht, und die feinen Maxis mit der Individualverkehrskiste fahren, dann überlege ich mir, doch noch zu den feinen Maxis zu wechseln.
      Aber wenn so der Verkehr in der Stadt für jeden passend gestaltet werden kann, soll mir das auch recht sein – meine ich ganz ironiefrei.

      • Da stimme ich ihnen schon zu, aber so wie es bei uns ist, ist schon teilweise arg. Denn was nutzen dann Sitzplätze wie in der ULF, welche eigentlich für Kinderwagen und Personen mit Mobilitätseinschränkungen gedacht sind, aber Leute wie ich, die einen Hund haben, dann diesen in jedem Fall blockieren, weil sonst kein Platz in der Bim zum stehen ist. Oder in den Bussen ist es oft auch nicht besser!

        Und ich kann auch Personen wie sie verstehen, die es notwendig haben und einen Sitzplatz benötigen! Aber es gäbe eine einfache Möglichkeit Sitz- und Stehplätze ausgewogen anzubieten. Hierzu müsste man nur die klassische 4er oder 2er Sitzordnung mit gegenüber einbauen, jedoch nicht mit fixen Sitzen, sondern mit Klappsitzen. Dann würde bei Bedarf für jeden genügend Platz sein. Bzw. liegt es leider auch oft an der Disziplin anderer Fahrgäste, denn ich erlebe leider nicht selten, dass Bedürftige stehen müssen, nur weil ein fauler Snob sein Gesäß erheben kann und sich an einem Stehplatz hinstellt.

        Und das Thema mit den Klapppsitzen war in den Citybussen von Kusentis ja auch optimal, auch die alten Citybusse von Steyr hatten dieses Konzept. – Sprich: Stehplätze mit Klappsitzen für den Bedarf-

  • Gut finde ich, dass auch diese neue Bim in Österreich gebaut wird. Auch die moderne, effizientere Technik und die ähnlich niedere Einstiegshöhe wie beim ULF gefallen mir – hoffentlich werden die beim ULF begangenen technischen Fehler (Schienen- und Weichen-Zerstörer) nicht wiederholt. Die hier bemängelten Kunststoff-Sitze sind eigentlich aufgrund der leichteren Reinigungsmöglichkeiten sehr sinnvoll, die Farbgestaltung ist eine Geschmacksfrage.
    Was ich aber absolut schlecht finde und was an den Fahrgast-Bedürfnissen VÖLLIG „vorbei-entschieden“ wurde, ist die Innenraumgestaltung. Überbreite Einzelsitze sind völlig sinnlos (diese werden wohl eher von breit-gesäßigen Mitmenschen benötigt), ebenso wie Raum für 8 Kinderwägen UND 2 Rollstuhlplätze. Haben die Wiener Linien analysiert wieviele Rollstuhlplätze tatsächlich in Anspruch genommen werden. Ich sehe pro Jahr nicht mehr als 2 Rollstuhlfahrer, die mit der Straßenbahn fahren. Das Gleiche gilt für die übermäßig hohe Anzahl an Kinderwägen. Mehr als 2 Wägen pro Garnitur kommen in der Praxis nicht einmal in den Stoßzeiten vor. MEHR flexible Sitze (also Klappsitze) hätten eine Lösung sein können. Die große Mehrzahl der Fahrgäste ist nicht mit Rollstuhl oder Kinderwagen unterwegs und hat auch kein Kleinkind dabei.
    Abgesehen davon dürfte noch niemandem aufgefallen sein, dass der Wiener Flexity nur 6 Einstiegstüren hat (der ULF hat in der vergleichbaren, langen Ausführung 7 Türen) was zwangsweise zu längeren Fahrgastwechseln führen muss – ein entscheidender Nachteil!
    Nun ist es jedenfalls schon zu spät, denn die Entscheidung über die Innen- bzw. Sitzplatzgestaltung ist gefallen, ohne die Mehrheit der betroffenen Fahrgäste auch nur irgendwie einzubeziehen (Behindertenvertreter konnten dagegen laut dem obigen Artikel sehr intensiv daran mitwirken).
    Sicher ist aber auch, dass diese sehr vielen Fahrgästen missfallen wird – wie man anhand der Reaktionen hier im Blog bereits erahnen kann. Schade, dass man einmal mehr eine Chance vergeben hat, sich an den Bedürfnissen und Wünschen der Bürger zu orientieren.

  • Bitte nicht die gemütlichen alten Bahnen (E1/E2) komplett ersetzen! Ich habe nichts gegen Barrierefreiheit, aber Holz ist einfach viel schöner und angenehmer als Kunststoff. Auch barrierefreie Modelle im alten Stil sind doch möglich! Schade finde ich auch, dass auf vielen Linien wie Z.B. O, 44, 43 [bis vor kurzem :-(], 46,… leider nur noch ULFs eingesetzt werden 🙁 Die Flexitys halte ich hier nicht gerade für eine Verbesserung.

  • Wenn man sich die Sitzanordnung in den Simulationen ansieht, kann man sehen, dass es fast keine Plätze ohne sichtbehinderne Fensterholme gibt. Fortschritt? Will Wien sich nicht mehr anschauen lassen? 😡

  • Mich würde interessieren, ist der Fahrzeug-Hersteller Bombardier ein österr. Unternehmen? Und welche Kriterien haben zur Vergabe an dieses Unternehmen geführt? Hat Siemens auch mitgeboten?

    • Der Flexity entsteht in Wien Donaustadt, Siemens bekam zB den Zuschlag für die älteren U-Bahnmodelle. Es gab einen Forderungskatalog nachdem das Herstellerunternehmen ausgesucht wurde.

  • Den Verantwortlichen sei gesagt: Die älteren Fahrgäste benötigen die Sitzplätze, nicht dir Kinder! Es war früher selbstverständlich, dass Kinder oder Jugendliche die Stehplätze hätten!
    Sie reden sich diese neuen Garnituren schön, in Wirklichkeit sind sie viel zu schmal und unbequem! Dass diese Minimalversion von einer Strassenbahn bei Bombardier billiger ist, verwundert nicht! Warum führen Sie keine genauen Angaben über Sitz- bzw. Stehplätze an?

    • Hi, Sitzplätze sind grundsätzlich für alle da. Natürlich sind Schwanger, Ältere, Menschen mit Beeinträchtigungen hier vorrangig zu Behandeln. Auch haben Eltern mit kleineren Kindern ihr Recht auf einen Sitzplatz. Der Flexity wird Ende 2018 durch die Straßen fahren, somit kann dann jeder persönlich sehen, ob er denn unbequem ist oder nicht.

  • In den neuen Strassenbahnen sei es der Ulf oder die Ganz neuen ist so wenig Platz das zwei Personen die etwas stärker sind ,nicht aneinander vorbei gehen können. Auch wen man gehbehindert ist hat man Probleme. Da der „freie Einstiegsbereich „von Personen die nicht in den Innenraum weitergehen blockiert wird. Wozu also mehr Platz beim Eingang ? Sitzplätze sind sowieso zu wenig und die die es gibt werden von Kindern , Jugendlichen und Asylanten besetzt.

    • Wo genau ist wenig Platz, dass zwei Menschen nicht aneinander vorbeigehen können? Im Flexity gibt es neue Multifunktionsbereiche mit viel Platz. Das ermöglicht auch ein rasches Ein- und Aussteigen und das wiederum erhöht die Pünktlichkeit der Öffis. Viele Sitzplätze direkt beim Eingangsbereich würden die Fahrgäste erst recht dazu bringen (aufgrund der Barriere quasi) stehen zu bleiben und nicht weiter zu gehen. Das ist nachgewiesen 😉

  • Ich begrüße die Modernisierung. Doch mir kommen die Sitzplätze extrem wenig vor. Wie ist die in der Flexity geplanten Anzahl und wie jene der bestehenden ULF und Hochflurgarnituren? Geht ein Trend dahin, die Fahrgäste im Stehen zu transportieren, um mit dadurch höheren Kapazitäten im Innenraum die zu geringe Gesamtanzahl an Wagen und leider häufig selbst zu Stoßzeiten langen Intervalle von bis zu 15 Minuten zu kompensieren?
    Noch bin ich mit 41 relativ jung, doch freue ich mich auch nach 9 Stunden stehen im Büro am Heimweg sitzen zu können. Die Chance einen Sitzplatz zu erhaschen sehe ich aktuell jedoch schwinden. Oder täuscht dieser Eindruck?

    • Es sind etwa gleich viele Sitzplätze wie beim Ulf. Wir haben in Wien schon sehr enge Intervalle, 15 Minuten wohl eher nur zu Randzeiten oder bei Störungen 😉

  • Es freut mich zu lesen, dass (Zitat) „Der Innenraum des FLEXITY Wien offener und heller gestaltet wird“.
    Ich hoffe nur, dass dieser Eindruck nicht durch halbdurchsichtige Werbeflächen wieder verdorben wird (so wie derzeit leider bei den derzeitigen Typen, wie z.B. beim ULF)
    MFG E. WAGNER

  • Schön aufgeräumt, sind die neuen Bim, wie das Bild oben zeigt.
    Wer war der Planer? http://www.ikea.com/ms/de_AT/customer-service/about-our-products/planning-tools/index.html#
    Es ist nur so, dass nicht nur Mütter mit Kinder damit fahren, wobei die Kinder immer sitzen, die Erwachsenen daneben stehen müssen, wie ich z.B. in bereits mittleren Alter mit stechenden Rückenschmerzen, nur damit sie Ruhe geben.
    So werden wir alle fein erzogen von den Müttern.

    Barrierefrei ist eine Superidee. Ich bin absolut dafür.
    Aber bitte an die hart arbeitenden auch denken.
    Der 17jährige Mitposter hat das schön erklärt. Für ihn sollte auch ein Platz frei sein, sowie für mich und andere.

    Mechanisch gesehen, anlehnend an die heutigen „neuen“ Garnituren:
    Mich stört massiv, dass die Sitze an den Wagenwänden ankleben.
    Meine Schulterbreite ist auch zu berücksichtigen.
    Wenn ich das obige voraussichtliche Konzept im Bild sehe, befürchte ich, dass diese Sitze noch enger an den Wänden kleben.
    Ich stütze mich am Fensterbrett auf, wie es schön mit den alten Garnituren geht.

    Das Gleiche gilt, wenn z.B. zwei etwas korpulente Personen nebeneinander Platz nehmen!!!!!
    Manchmal hatte ich den Eindruck, dass sich diese Person auf meine Schoß setzte.
    Bitte auch zwischen den Sitzen mehr Platz lassen – hier kommen eben ZWEI Schulterbreiten zusammen.

    Auch fehlt, wie der Mitposter anmerkte, die Haltestange in der Mitte.
    Was passiert bei einer Notbremsung, – hatte ich schon in der Schule gelernt – „!festhalten!, dann fällst nicht um.“
    Aber !hier gibt es nichts, um sich festhalten zu können.
    Wer zahlt dann die durch Unfall verursachten Verletzungen? Die Verkehrsbetriebe, die Versicherungen?
    Aha, es wurde eventuell schon vorausgeplant mit den Rollstuhlplätzen.

    Ich freue mich schon auf die neuen Garnituren.
    Eine ausgewogene Barrierefreiheit ist das, was ich gerne vorschlage.

    Beste Grüße
    Gerald

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