Foto: MA42/ Houdek

Blumengärten Hirschstetten – Exotische Welt

Die Blumengärten Hirschstetten überraschen mit bunter Blüten- und Pflanzenpracht.

Grünoasen, Gärten und Parks sind Orte der Erholung in den Städten und bilden Ruhepole in den immer schnelllebiger werdenden Zeiten. In Wien leistet in und rund um die Stadt großzügiger Grün- und Freiraum einen besonderen Beitrag zur hohen Lebensqualität. Vom kleinen „Beserlpark“ um die Ecke bis hin zum einzigartigen Wiener Prater gibt es in der Bundeshauptstadt unzählige Möglichkeiten, die Natur zu genießen und die Seele baumeln zu lassen. Die Wiener Stadtgärten entwickeln, planen und pflegen die heute rund 900 Grünanlagen, über 500 Kinderspielplätze sowie rund 200 Trendsportanlagen, wie z.?B. Ballspielmöglichkeiten oder Skateranlagen. Einen „Geheimtipp“ in der Stadt wollen wir Ihnen heute mit den Blumengärten Hirschstetten im 22. Bezirk vorstellen, wo im letzten Jahrzehnt auf einer Fläche von 60.000 Quadratmetern eine abwechslungsreiche Gartenanlage mit Pflanzen und Tieren aus aller Welt – noch dazu angenehm mit den „Öffis“ erreichbar – entstanden ist.

Die Wiener Stadtgärten entwickeln, planen und pflegen die heute rund 900 Grünanlagen, über 500 Kinderspielplätze sowie rund 200 Trendsportanlagen, wie z.?B. Ballspielmöglichkeiten oder Skateranlagen. Einen „Geheimtipp“ in der Stadt wollen wir Ihnen heute mit den Blumengärten Hirschstetten im 22. Bezirk vorstellen, wo im letzten Jahrzehnt auf einer Fläche von 60.000 Quadratmetern eine abwechslungsreiche Gartenanlage mit Pflanzen und Tieren aus aller Welt – noch dazu angenehm mit den „Öffis“ erreichbar – entstanden ist.

Die „geheimen“ Gärten

Älteren Wienerinnen und Wienern werden die Blumengärten Hirschstetten vielleicht noch unter dem Namen „Reservegarten“ bekannt sein, wo seit den späten 50er Jahren – lange hinter verschlossenen Toren – gemeinsam mit den Zweigbetrieben de Wiener Gärtner in Mauerbach und Essling für Wiens wunderbaren öffentlichen Blumen- und Pflanzenschmuck gesorgt wird. Erst im Jahr 2002 wurde der traditionsträchtige, aber nicht mehr zeitgemäße Begriff „Reservegarten“ durch die Bezeichnung „Blumengärten“ ersetzt. Zu dieser Zeit wurden die ersten Themengärten – der Irrgarten, der Mediterrane Garten sowie der Koniferengarten – angelegt und die bis dahin „geheimen Gärten“ wurden endlich auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Blumengärten laden zum Entspannen ein und bieten Anregungen für die eigene Gartengestaltung.
Die Blumengärten laden zum Entspannen ein und bieten Anregungen für die eigene Gartengestaltung.

Themengärten

In den letzten Jahren sind laufend neue Themengärten zu den unterschiedlichsten Bereichen der Gartenkultur und des Naturschutzes hinzugekommen. Die Besucherinnen und Besucher können sich jetzt hier in Hirschstetten in andere (Pflanzen-)Welten entführen lassen – vom Mexi­kanischen über den Indischen und Englischen Garten bis hin zum Urzeit-Garten oder dem Donaustädter Weinhügel, der auf die lange Geschichte des Weinbaus in Wien verweist. Auch die erst 2015 eröffneten Themengärten „Kleine Gärten“, in denen acht kleine Grünflächen nach unterschiedlichen Ansprüchen gestaltet wurden, entpuppten sich in der letzten Saison zum absoluten Highlight.

Flora und Fauna

Hirschstetten unterscheidet sich von anderen Gärten insofern, als neben dem großen Erholungsangebot auch besonderer Wert auf Informationsvermittlung gelegt wird. Mehr als 300.000 Menschen besuchen jährlich die Anlage beziehungsweise eine der vielen Veranstaltungen – von speziellen Blumenschauen, Ausstellungen bis zur beliebten jährlichen Weihnachtsschau mit Christkindlmarkt. Zahlreiche Workshops, passend zum Biologie­unterricht in den Schulen, laden Klein und Groß zum Entdecken und Forschen ein. Mehr als 10.000 Schülerinnen und Schüler nehmen dieses Angebot jedes Jahr an.

Themengärten wie Irrgarten und der Mediterrane Garten warten auf BesucherInnen.
Themengärten wie Irrgarten und der Mediterrane Garten warten auf BesucherInnen.

Der Zoo Hirschstetten wiederum ist eine gelungene Erweiterung der Themengärten. Wildkatze, Habichtskauz, Europäische Sumpfschildkröte, Smaragdeidechse oder Weißstorch: Das sind nur fünf der über 50 Tierarten, darunter besonders viele heimische Arten, die es zu bestaunen gibt. Das Zoo-Team unterstützt seit 2007 das Habichtskauzprojekt „Wiederansiedlung in Österreich“. Die Vögel waren bereits gänzlich aus den heimischen Wäldern verschwunden. In den letzten Jahren konnten schon mehrere Jungkäuze aus dem Zoo Hirschstetten im Biosphärenpark Wienerwald und in den Wäldern des Wildnisgebiets Dürnstein freigelassen werden. Im 700 Quadratmeter großen Palmenhaus haben Groß und Klein sogar die Chance, exotische Pflanzen und Tiere aus drei unterschiedlichen Klimazonen kennenzulernen. 

Spielend lernen

Zum Toben kommen die Kids am besten zum Insektenspielplatz. Hier steht die Verbindung von Bewegung, Erlebnis und Umweltbildung im Mittelpunkt. Kinder lernen auf spielerische Weise die Bedeutung von Insekten und haben Spaß auf der Heuschreckenrutsche, einer Bienenwippe und auf dem Spinnenkletternetz.

Natürlich darf bei einem gemütlichen Nachmittag mit der ganzen Familie auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Das neu eröffnete „Schutzhaus am Seerosenteich“ und an den Wochenenden auch der Stadel beim original Weinviertler Zwerchhof laden zum Verweilen und Genießen in den Blumengärten Hirschstetten ein.

Bequeme Anfahrt

Die Blumengärten sind gut mit den Öffis erreichbar. Die Anfahrt ist mit den Linien 26, 22A, 95A, 95B möglich. Mit dem Routenplaner finden Sie die passende Verbindung. Weitere Information zu den Blumengärten sowie das aktuelle Programm finden Sie hier.

Text: Gerold Weilinger

Dieser Beitrag stammt aus Wien Mobil.
Nach oben

Kommentare (1)

  • Hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

    Tragen Sie Ihre Daten unten ein oder klicken Sie ein Icon um sich einzuloggen.

    Unser nächster Artikel

    Auf der Suche nach Abkühlung

    19 Juli 2016