Wir haben mit unserem Kundendienst-Mitarbeiter Thomas May gesprochen und ihn zur U1-Modernisierung befragt.
Herr May, was können sich unsere Fahrgäste unter ihrer Tätigkeit vorstellen? Haben Sie direkten Kontakt zu Kundinnen und Kunden?
Ich bin vorrangig für den Mail-Eingang bzw. für einlangende Briefe verantwortlich und leite die erforderlichen Schritte zur Beantwortung durch das Kundendienst-Team ein. Die MitarbeiterInnen unseres Teams beantworten primär schriftliche Anfragen nehmen die Anliegen unserer KundInnen aber natürlich auch telefonisch entgegen. In manchen Fällen werden KundInnen auch direkt zu mir verbunden.
Als Kundendienst-Mitarbeiter haben Sie das ganze Jahr mit Fragen der Fahrgäste zu tun, gibt es seit Beginn der U1-Modernisierung mehr Anfragen als normalerweise?
Ja, es ist ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr festzustellen. Allerdings muss ich wirklich sagen, dass unsere Fahrgäste sehr gut informiert sind und relativ wenige Fragen haben. Die Info-Kampagne zur U1-Modernisierung und unsere MitarbeiterInnen vor Ort zeigen hier ihre Wirkung. Wir haben auf jeden Fall mit viel mehr Anfragen gerechnet.
Welche häufig gestellten Fragen gibt es zur U1-Modernisierung?
Für die Fahrgäste sind natürlich die Streckenführung und die Intervalle der Ersatz-Straßenbahnlinien sehr interessant. Aber auch die Frage nach der nächsten Vorverkaufsstelle kam sehr häufig.
Gibt es auch lustige Anfragen, an die Sie sich erinnern können.
Ja, (lacht) da gibt es wirklich etwas Witziges. Ich muss allerdings dazusagen, dass die Geschichte einem Kollegen von mir passiert ist. Der Kollege hatte Außendienst an unserem Infobus und wurde von Touristen gefragt, ob er denn ein gutes Lokal in der Nähe kenne. Der Kollege hat dann ein Lokal empfohlen und die Touristen haben angeblich das beste Wiener Schnitzel aller Zeiten gegessen.
Die Halbzeit bei der U1-Modernisierung ist fast erreicht. Wie ist die Stimmung bei den Fahrgästen? Sind die Fahrgäste über die Modernisierung verärgert?
Nein, nicht wirklich. Die Stimmung der Fahrgäste ist gut und die Fahrgäste verstehen, dass so ein altes Teilstück modernisiert werden muss. Natürlich läuft nicht alles immer hundertprozentig reibungslos und es kommt deswegen zu kurzfristigen Verzögerungen, aber im Großen und Ganzen gibt es keine Probleme. Viele Fahrgäste weichen aber auch großräumig aus, wie es in der Info-Kampagne empfohlen wurde, und benutzen die Ersatz-Straßenbahnlinien gar nicht. Wir hatten aber auch schon Kunden, die meinten der 66er ist eine gute Linie, ob die nicht bleiben könnte.

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