Auf der Suche nach Abkühlung

Oasen am Wiener-Linien-Netz. Wem es in den Sommermonaten in Wien zu heiß wird, der ist gut beraten, wenn er bestimmte Öffi-Stationen ansteuert.

Auch auf der Suche nach Abkühlung? Wenn das T-Shirt am Rücken und der Arm am Tisch kleben bleibt, wenn sich in der Dachgeschosswohnung nur das Aroma kubanischer Zigarren entfalten kann und ohne drei Ventilatoren und 300 Eiswürfel gar nichts mehr geht – dann kann ein Ortswechsel sehr zum Wohlbefinden beitragen. Auch Österreichs sommerstickige Hauptstadt wartet mit einigen Kältepolen auf, die nicht einmal schwer zu erreichen sind.

U2 Bahnsteig am Schottenring: Da die U-Bahn unter dem Donaukanal und damit besonders tief verläuft, wird der Bahnsteig in einer überhitzten Metropole zum Kältepol.
U2 Bahnsteig am Schottenring: Da die U-Bahn unter dem Donaukanal und damit besonders tief verläuft, wird der Bahnsteig in einer überhitzten Metropole zum Kältepol.

Grüne Flecken am Stadtrand.

Wer mit der U2 aus dem Zentrum kommt und die Donau überquert, kann mitverfolgen, wie die Umgebung immer grüner wird. Dass die Außentemperatur hier diejenige der zentrumsnäheren Betonwüsten um einige Grad unterschreiten muss, ist nur logisch. In der Seestadt und an der Donau kann man leicht bis gar nicht bekleidet ins Wasser tauchen. Am Cobenzl, Kahlen- und Laaerberg bieten sich Bäume als Schattenspender an.

Kirchen, Grüfte und Grotten

Die urbane Variante sind altes, feuchtes Mauerwerk und Innenräume, in denen eine konstant niedrige Temperatur gehalten werden muss. Dazu zählen etwa Lagerhallen, Supermärkte mit offenen Fleischtheken, die Österreichische Nationalbibliothek und die Kapuzinergruft. Wo es sich außerdem im Hochsommer bestens aushalten lässt: in den klimatisierten Zügen der eher schwach besuchten Öffi-Linien.

Dieser Artikel erschien im vormagazin 7/2016.
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