Die Straßenbahnlinie 43 verbindet mit das Beste, was die Stadt zu bieten hat.

Alles, was Wien ausmacht

Die ganze Stadt auf einer Linie. Bildung, Kultur, attraktives Wohnen, Sportstätten und Freizeitqualität dort, wo Wien schön langsam in Wald übergeht. Die Straßenbahnlinie 43 verbindet mit das Beste, was die Stadt zu bieten hat.

In modernen Zeiten heißt es „Schottentor“. Aber g‘standene WienerInnen wissen natürlich, dass der 43er beim „Jonas-Reindl“ startet. Das „Reindl“ ist nach dem damaligen Bürgermeister und späteren Bundespräsidenten Franz Jonas benannt. Der wichtige Öffi-Knotenpunkt neben der Universität Wien mit zehn Straßenbahn-Linien und dem Citybus wurde 1960 eröffnet. 1980 wurde er an die U2 angebunden. Hier beginnt die Linie 43 ihre Fahrt. Keine Behinderungen vorausgesetzt, führt sie in nur 23 Minuten nach Neuwaldegg. Zuerst fährt sie vorbei an Uni-Gebäuden, dem Landesgericht inklusive „Häfn“ und dem Alten AKH, heute auch ein beliebter Freizeittreff. Die Route führt dann über die Alser Straße und Kinderspitalgasse zum Gürtel.

Der 43er kurz nach der Haltestelle Landesgerichtsstraße.
Der 43er kurz nach der Haltestelle Landesgerichtsstraße.

Das geht flott! Denn in diesem Abschnitt fährt der 43er vollständig auf einem eigenen Gleiskörper. Kurz vor der Grenze zum 17. Bezirk und einem Knotenpunkt mit der U6 passiert die Bim dann das St. Anna Kinderspital. Dieses ist weltbekannt für die erfolgreiche Krebsforschung ebenso wie für die Behandlung krebskranker Kinder.

Überraschungen in Hernals

Weiter geht es durch dicht bewohnte Gebiete entlang der Jörger Straße. Ein kleines Juwel liegt direkt an der Strecke, das Jörgerbad. Das städtische Hallenbad schließt noch heute an die Tradition der Tröpferlbäder an. Es bietet neben Schwimmhalle, Sauna & Co. noch immer ein Brausebad. In den Seitengassen gibt es noch mehr ungewöhnliche Dinge zu entdecken, wie etwa den Eislaufplatz Engelmann. Er ist auf dem Dach eines Supermarktgebäudes eingerichtet. Oder direkt darunter eine große Bowling-Anlage, schon öfter Austragungsort internationaler Meisterschaften.

Wer‘s gastronomisch echt wienerisch haben will, findet beim Elterleinplatz ums Eck das „Lercherl von Hernals“. Das Gasthaus mit dem schönen Gastgarten ist ein beliebter Treffpunkt für KünstlerInnen und MusikantInnen. Und ein guter Ort, um einen Konzert oder Theaterabend zu beginnen, liegt doch nur ein paar Schritte entfernt, das „Metropol“, eine Kultstätte der Wiener Künstlerszene.

Am ehemaligen Stau-Hotspot geht es jetzt schneller voran.
Am ehemaligen Stau-Hotspot geht es jetzt schneller voran.

Hautnah am Wiener Wein

Am Elterleinplatz war früher der Ärger vorprogrammiert, wenn Autos die Kreuzung und damit den 43er blockierten. Durch eine neue Verkehrsregelung ist auch dieses Problem nun erledigt. Ein bisserl laut wird es aber trotzdem regelmäßig im 43er. Dann nämlich, wenn die SchülerInnen der HBLVA Rosensteingasse – ungefähr 1.000 junge Leute erhalten hier eine fundierte chemische Ausbildung – sich über den Unterrichtsschluss freuen dürfen.

Fahrgastwechsel in der Haltestelle Hernals.
Fahrgastwechsel in der Haltestelle Hernals.

Auf dem Weg über die Hernalser Hauptstraße passieren wir weiterhin dicht besiedelte Gebiete. Jetzt haben sie nicht mehr das „gutbürgerliche“ Ambiente der Innenbezirke. Nach der Kreuzung mit der Vorortelinie wird die Bebauung lockerer. Wir grüßen das Stadion des Fußball-Traditionsvereins Wiener Sportklub. Nach einem 45-Grad-Schwenk kommen wir plötzlich an Weingärten vorbei. Grüne Vorboten für den Übergang der Stadt in ihren eigenen Wald.

Und – Zufall oder nicht – hier kommt neuerlich ein österreichischer Bundespräsident ins Spiel. Dann, wenn der 43er seine Schleife auf dem Rudolf-Kichschläger-Platz in Neuwaldegg dreht.

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Kommentare (1)

  • Also wenns KünstlerInnen und MusikantInnen heißt, dann muß es auch heißen Wiener KünstlerInnenszene!

    Das Ganze ist so ein Schwachsinn, spart euch das! Auf jedem Gerichtsbrief steht oben: „Alle personenbezogenen Ausdrücke gelten gleichermaßen für Frauen und Männer.“ Und damit hat sich diese ganze blöde Genderei und die Texte werden wieder leicht lesbar und verständlich.

    Ich war übrigens selber in der HBLVA Rosensteingasse, aber ich bin damals noch mit dem H2 gefahren, alle paar Wochen mußten wir am Karlsplatz in der Früh die Stationen suchen…. 😉

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